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Echt jetzt? Berliner Polizei kann Einbrüche jetzt vorhersagen

Mit einer Prognose-Software versucht die Polizei Einbrüche in der Hauptstadt zu verhindern.
Mit der Software sollen mögliche Einbrüche schon vorab angezeigt werden. (Symbolbild)
Mit der Software sollen mögliche Einbrüche schon vorab angezeigt werden. (Symbolbild)

Berlin - Die Polizei weiß schon über Straftaten Bescheid, bevor sie überhaupt passiert sind? Das klingt eher nach einem Hollywood-Streifen im Stil von "Minority Report". Doch statt Tom Cruise, ist es die Berliner Polizei, die Einbrüche vorhersehen kann.

Wie die B.Z. berichtet, benutzen die Beamten für die "vorausschauende Polizeiarbeit" eine Software namens "KrimPro" (Kriminalitätsprognose). Das Programm wurde gemeinsam mit Microsoft entwickelt und soll zeigen, an welchen Orten demnächst Einbrüche stattfinden könnten.

Und so funktioniert es: Für die Software wurde Berlin in kleine Kästchen eingeteilt, die 400 mal 400 Meter eines Gebietes entsprechen. Datensätze der Polizei seit 2010 wurden abgespeichert, auf die das Programm zurückgreift.

"Das Programm ist keine Glaskugel, aber wir sind sehr zufrieden", so Stephan Harnau vom LKA-Analysezentrum.
"Das Programm ist keine Glaskugel, aber wir sind sehr zufrieden", so Stephan Harnau vom LKA-Analysezentrum.

Jeden Morgen zeigt die Software drei verschiedene Regionen mit erhöhter Einbruchswahrscheinlichkeit an. Um einen Einbruch zu vermeiden, sind die Beamten an diesen Orten besonders präsent und stellen sich auf Straftaten ein.

Stephan Harnau arbeitete im LKA-Analysezentrum und ist für die Software zuständig. "Das Programm ist keine Glaskugel, aber wir sind sehr zufrieden", so der 54-Jährige.

In der Regel würden die Beamten die Täter nicht auf frischer Tat ertappen. Dafür könne die Polizei durch die Software voraussagen, wo in den nächsten drei Tagen eingebrochen werden könne - zumindest mit einer 34-prozentigen Wahrscheinlichkeit.

Das Programm befindet sich noch bis Juni in der Testphase. Doch schon jetzt ist die Berliner Polizei begeistert. Ab dem nächsten Jahr soll "KrimPro" dann "fester Bestandteil der Polizeiarbeit werden".

Fotos: dpa (Symbolbild)

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