Nichts verstanden? Tatort-Fans beschweren sich über den Ton

Berlin - Erstmals in diesem Jahr durften die Berliner Tatort-Kommissare Rubin und Karow ermitteln. Dabei rückte inhaltlich vor allem die Ermittlerin Nina Rubin, technisch allerdings ein nerviges Problem in den Mittelpunkt.

Nina Rubin kümmert sich um ihren Sohn Tolja.
Nina Rubin kümmert sich um ihren Sohn Tolja.  © Stefan Erhard/rbb/dpa

Vorweg sei gesagt: dem RBB ist mit "Der gute Weg" ein starker Tatort gelungen. Das beweisen auch die Einschaltquoten. Im Schnitt verfolgten 9,41 Millionen Zuschauern den Mix aus Clan-Kriminalität, Drogengeschäften, Familienproblemen und hartem Polizeialltag. Das entsprach einem Marktanteil von starken 26,8 Prozent.

Doch obwohl der Tatort dieser Woche in Sachen Story glänzt, wurde er doch für so manchen Zuschauer zur Geduldsprobe. Oder sollte man besser sagen "Hörprobe?" Denn so mancher Tatort-Fan hatte immense Probleme den Ermittlern akustisch zu folgen. "Ich mag die Ermittler. Die Story war auch gut. Aber ich dachte, ich werde taub, ich habe kaum was gehört. Kann man am Ton mal arbeiten?", fragte eine Zuschauerin über Twitter und steht damit nicht alleine da.

"Bin ich der einzige, der die Dialoge kaum versteht, obwohl ich nicht in einer Seniorenresidenz lebe?", "Sprechen die eigentlich alle so undeutlich oder brauche ich ein Hörgerät? Bei der Musik fliegen mir aber bald die Ohren weg" oder "Würden sie deutlicher reden, könnten wir alles binnen 20 min aufklären" sind nur drei der vielen Kommentare, die sich über den Ton beschweren.

Zudem störten sich einige Tatort-Fans daran, dass Nina Rubin trotz Befangenheit ermittelt hat. Neben der Kritik gab es aber auch Lob. Vor allem die nicht gerade harmonische Stimmung unter dem Ermittler-Team Rubin und Karow verpasst dem Berliner Team das gewisse Etwas.

Schockmoment während des Praktikums bei der Berliner Polizei

Nina Rubin spricht mit ihrem Kollegen Robert Karow.
Nina Rubin spricht mit ihrem Kollegen Robert Karow.  © Stefan Erhard/rbb/dpa

Und das war die Geschichte des aktuellen Berlin Tatorts: Rubins, inzwischen erwachsener, Sohn Tolja absolviert sein Pflichtpraktikum bei der Berliner Polizei und begleitet zwei Beamte bei einer Streife. Bei einem eigentlich harmlosen Einsatz wegen Ruhestörung kommt es zur Tragödie.

Der erfahrene Polizist Harald Strecke lässt sich nicht abwimmeln und dringt in die Wohnung ein. Bei einem Schusswechsel stirbt die junge Polizistin Ehlers in den Armen des jungen Rubins. Auch Tolja wird von dem Drogendealer Yavas angeschossen, trägt aber zum Glück eine schusssichere Weste.

Schnell wird klar: Hier steckt mehr dahinter, als nur ein aus dem Ruder gelaufener Polizeieinsatz gegen ein Clan-Mitglied. Auch wenn der Tatort viele nicht nur wegen der Schauspieler Rauland Taleb (spielt den V-Mann und Drogendealer Yakut Yavas) und Maryam Zaree, der Gerichtsmedizinerin, die mit Karow im Bett landet, an die Erfolgsserie 4 Blocks erinnert, geht es am Ende mehr um den Polizeihauptmeister Harald Strecke.

Der Alltag als Streifenpolizist im Brennpunkt Kreuzberg wird immer unerträglicher. Zudem droht sein größtes Geheimnis aufzufliegen.

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