Vermisste Rebecca: Schwester Vivien veröffentlicht trauriges Statement

Berlin - Wenn ein geliebter Mensch plötzlich verliert, ist nichts mehr wie bisher. Das muss auch die Familie der seit über drei Monaten spurlos verschwundenen Rebecca Reusch aus Berlin-Neukölln am eigenen Leib erfahren. Zum Tag der vermissten Kinder am Samstag meldetet sich Rebeccas Schwester Vivien zu Wort.

Seit dem 18. Februar ist Rebecca verschwunden. (Bildmontage)
Seit dem 18. Februar ist Rebecca verschwunden. (Bildmontage)

In einem herzergreifenden Instagram-Beitrag schrieb die 23-Jährige über die quälende Ungewissheit.

"Es ist eine Ausnahmesituation, die wohl von niemanden, der es nicht am eigenen Leibe erfahren hat, nachvollziehbar ist", bekannte Vivien in ihrem Beitrag und offenbarte ihr Innerstes.

"Man fühlt sich so ohnmächtig, unverstanden und vor allem zu tiefst schmerzerfüllt", richtete die junge Frau ihre Worte am 25. Mai an alle Familien, die auch das gleiche Schicksal ereilt hat.

Immer wieder ist in ihren Instagram-Storys zu lesen: "3 unerträgliche Monate", dazu gemeinsame Schnappschüsse, als die Welt noch in Ordnung war. Die Hoffnung, "Becci" wieder in die Arme zu schließen, gibt die Familie Reusch nicht auf.

"Ich hoffe, ihr findet einen Weg, euren Alltag zu beschreiten und euer Leben zu leben, soweit es möglich ist. Ich bete für euch und eure Kinder", lauten weitere emotionale Zeilen, die zeigen, wie tief der Schmerz sitzt.

"Du fehlst uns allen so sehr."

Auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlichte Schwester Vivien neue Fotos von Rebecca.
Auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlichte Schwester Vivien neue Fotos von Rebecca.  © Screenshot/Instagram/viiiivaaa_ (Bildmontage)

Dann wendete sich Vivien an ihre vermisste Schwester. "Du bist weg. Einfach nicht da. Und ich kann das immer noch nicht begreifen. [...] Es tut so weh, nicht zu wissen, wie es dir geht, wo du bist", ließ die 23-Jährige ihren Gefühlen freien Lauf.

Auch Rebecca schließt sie in ihre Gebete ein. "Ich bete jeden Tag dafür, dass du am Leben bist und morgen wieder bei uns bist. Du fehlst uns so. Du hast in unserer Familie ein riesengroßes Loch hinterlassen. Du fehlst uns allen so sehr. Ich liebe dich meine Prinzessin."

Weitere erinnert sie sich an glückliche, gemeinsame Tage – fernab jeder Verzweiflung. "Ich denke so gerne an unsere Momente zurück, wie wir geweint, wie wir gelacht haben. Unser letzter Urlaub, unsere Zukunftspläne."

Und weiter: "Das alles, jeder Gedanke daran, macht mich zu einem so traurig, dann lächle ich, da mir niemand diese wundervollen Erinnerungen nehmen kann, und so unglaublich stolz, dich als Schwester zu haben." Dazu postete Vivien drei gemeinsame Fotos. Ganz unbeschwert zieht Rebecca darauf eine Schnute.

Rückblick: Die 15-jährige Rebecca wurde zuletzt am 18. Februar 2019 im Haus ihrer älteren Schwester Jessicca gesehen. Trotz wochenlanger aufwendiger Suche der Polizei in Waldgebieten und an Seen in Brandeburg blieb sie verschwunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, tappt aber im Dunklen. Zwar liegen 2.300 Indizien vor, aber keine Beweise. Der Schwager Florian R. gilt weiter als tatverdächtig.

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