Klare Ansage: 43 Millionen für BerlKönigs Aufbruch in den Westen abgeschmettert!

Berlin – Der BerlKönig, ein Ridesharing-Dienst im Berliner Nahverkehr, ist seit 2018 im Einsatz. Bisher fuhr er nur im östlichen Teil der Stadt. Eine Erweiterung in westliche Stadtgefilde wird angestrebt. Das kostet viel Geld. Die Regierung will dieses aber nicht geben.

Der BerlKönig will in ganz Berlin fahren.
Der BerlKönig will in ganz Berlin fahren.  © dpa/Jens Kalaene

43 Millionen Euro pro Jahr würde es Berechnungen zufolge kosten, das Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe auf ganz Berlin auszuweiten. Eine stattliche Summe, welche die SPD und die Linke nicht aufbringen können.

"Woher sollen die 43 Millionen kommen?", fragte Tino Schopf, der verkehrspolitische Sprecher der Sozialdemokraten, am Mittwoch.

Einen Tag zuvor äußerte sich auch die Linke zum Thema.

"Die Kosten stehen – selbst wenn die verkehrliche Beurteilung positiv ausfiele – in keinem angemessenen Verhältnis zu der damit bestellten Leistung und müsste auf Kosten anderer Projekte finanziert werden", lautet eine Passage aus einem entsprechenden Beschluss.

Kristian Ronneburg, verkehrspolitischer Sprecher der Linken appellierte am Mittwoch an die BerlKönig-Betreiber BVG und ViaVan, sich zu einigen. "Es ist klar, dass dafür keine Steuermillionen fließen", sagte er. Es spreche aber nichts dagegen, wenn die beiden das Projekt fortführten.

Einer Erklärung von ViaVan, die der dpa vorliege, zufolge habe man Sorge. "Auf dem Weg, Alternativen zum privaten Pkw zu schaffen, sind On-Demand-Services als Ergänzung des Nahverkehrs unerlässlich", hieß es.

Das dafür nötige Geld will die Regierung aber nicht geben.
Das dafür nötige Geld will die Regierung aber nicht geben.  © dpa/Jens Kalaene

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