Wurde das Bernsteinzimmer überschwemmt?

Nichts als trübes Wasser, dabei laufen die Pumpen auf Hochtouren.
Nichts als trübes Wasser, dabei laufen die Pumpen auf Hochtouren.

Deutschneudorf - Bei der Suche nach dem Bernsteinzimmer muss Schatzsucher Heinz-Peter Haustein (61) im Trüben fischen.

Am Donnerstag wollte er mit Bergführer Frank Kaden (67) rund 25 Meter tief in einen Schacht im Fortuna-Stolln in Deutschkatharinenberg einsteigen. Dort ist aber Wasser eingebrochen.

"Und das, obwohl wir seit Tagen Pumpen laufen lassen“, so Haustein, der seit 1998 im Fortuna-Stolln nach dem Bernsteinzimmer sucht.

Unter einem Gang, der als Besucherbergwerk dient, befinden sich weitere Stollen. "Ungefähr 25 Meter unter der begehbaren Sohle“, sagt Bergführer Frank Kaden. „Wo das Wasser herkommt, weiß ich nicht.“

Auch Haustein hat schon einen Blick in den Gang geworfen: "Weiter hinten befinden sich weitere Höhlen. Ob dort etwas versteckt wurde, will ich herausfinden.“

Wann die unterirdischen Gänge ihr Geheimnis preisgeben, ist offen. Nach dem Abpumpen kann "jetzt kann Sauerstoff an die Holzbalken. Ohne neue Abstützung wäre eine Begehung ein Himmelfahrtskommando“, sagt der Bergführer.

Das Bernsteinzimmer, gefertigt im Auftrag Friedrich I., wurde 1716 dem russischen Zaren geschenkt. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist es verschollen.

Heinz-Peter Haustein (61, r.) und Bergführer Frank Kaden (67) an dem unter Wasser stehenden Schacht.
Heinz-Peter Haustein (61, r.) und Bergführer Frank Kaden (67) an dem unter Wasser stehenden Schacht.
Das Bernsteinzimmer (hier um 1930 im Katharinen-Palast bei St. Petersburg).
Das Bernsteinzimmer (hier um 1930 im Katharinen-Palast bei St. Petersburg).

Fotos: Kristian Hahn (2), dpa (1)


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