Berühmte Messstation am Stuttgarter Neckartor abgefackelt

Stuttgart - Die bundesweit vielleicht bekannteste Messstation für Luftschadstoffe am Stuttgarter Neckartor ist durch einen Schwelbrand komplett zerstört worden.

Eine Ermittlerin der Spurensicherung steht neben der Schadstoff-Messstation am Neckartor.
Eine Ermittlerin der Spurensicherung steht neben der Schadstoff-Messstation am Neckartor.  © DPA

Unbekannte legten am Samstagabend ein Feuer direkt an dem Gehäuse der Messstation, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Ermittlungen dauern an, Zeugen werden gesucht.

Seit Samstagabend liefert die Anlage in der Nähe von Deutschlands schmutzigster Straßenkreuzung keine Daten mehr, wie die Landesanstalt LUBW am Montag in Karlsruhe mitteilte.

"Wir sprechen hier voraussichtlich von einem Schaden in Höhe von rund 200.000 Euro", sagte LUBW-Präsidentin Eva Bell. Die Polizei habe die Ermittlungen übernommen.

Die Messeinrichtungen wurden erst 2017 erneuert - somit sei eine technische Ursache zumindest "unwahrscheinlich", ergänzte eine Sprecherin.

Seit Jahren werden vor allem an dieser Station überhöhte Stickstoff- und Feinstaubwerte gemessen, die ursächlich sind für die seit Jahresstart geltenden Fahrverbote für ältere Diesel.

Die Luftmessstelle am Stuttgarter Neckartor Ende Februar noch intakt.
Die Luftmessstelle am Stuttgarter Neckartor Ende Februar noch intakt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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