Nach Besuch auf Weihnachtsmarkt: Neunjähriger kommt bewaffnet nach Hause

Laut Kilian gibt es nur einen Stand auf dem Markt, der Spielzeugpistolen verkaufen darf. (Symbolbild)
Laut Kilian gibt es nur einen Stand auf dem Markt, der Spielzeugpistolen verkaufen darf. (Symbolbild)  © DPA/123RF (Bildmontage), (Symbolbild)

Brandenburg an der Havel - Am Dienstagabend ist ein Neunjähriger nach dem Besuch eines Weihnachtsmarktes in Brandenburg (Havel) mit einer Waffe nach Hause gekommen, wie die Märkische Allgemeine berichtet.

Gegen 18 Uhr betrat der Junge die elterliche Wohnung mit einer Softairwaffe. Daraufhin alarmierte die Mutter sofort die Polizei.

Ein 28-Jähriger soll ohne Lizenz die Waffe zum Verkauf angeboten haben. Bei der Durchsuchung des Standes auf dem Neustädtischen Markt im Zentrum der Stadt, fanden die Beamten jedoch keine weiteren Waffen.

Die Kriminalpolizei hat sich dem Fall angenommen und ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Spezialisten untersuchen derzeit die Softairwaffe nach Gefährlichkeit. Dabei wird geprüft, mit welcher Geschwindigkeit das Plastik-Projektil abgeschossen wird.

Ungeachtet dessen, darf die Waffe laut Polizei nicht in der Öffentlichkeit mit sich geführt werden, wie Dienstgruppenleiter Mathias Loren auf MAZ-Anfrage mitteilte.

Auch der Veranstalter des Weihnachtsmarktes, der Brandenburger Gewerbeverein, zeigte sich am Mittwoch schockiert: "Mir ist davon noch nichts zur Kenntnis gekommen. Ich bin völlig überrascht", sagte Vorsitzender Michael Kilian.

Es wurden das Ordnungsamt der Stadt Brandenburg eingeschaltet und eine genaue Prüfung der Stände für Donnerstag angesetzt.

Titelfoto: DPA/123RF (Bildmontage), (Symbolbild)


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