Aus diesem traurigen Grund stehen hier bald viele Baubetriebe still

Schwerin/Rostock - Elf Menschen sind im vergangenen Jahr bei Arbeitsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben gekommen. Die IG Bau fordert zu einer Gedenkminute am Freitag auf.

Am Freitag sollen Baubetriebe eine Minute innehalten.
Am Freitag sollen Baubetriebe eine Minute innehalten.  © dpa/123RF

Weitere 61 Frauen und Männer wurden bei schweren Arbeitsunfällen verletzt, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag in Rostock mitteilte. Damit bewegten sich die Zahlen im Bereich der vergangenen Jahre.

Als besonders unfallträchtig gilt die Baubranche: Auf Baustellen in Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich nach Angaben der IG Bau im vergangenen Jahr allein 2500 Arbeitsunfälle. Die Gewerkschaft berief sich dabei auf Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft.

"Stürze vom Gerüst oder Verletzungen mit dem Häcksler entstehen oft unter Stress", sagte der IG-Bau-Bezirksvorsitzende Jörg Reppin in Schwerin. Die Zeit für das richtige Absichern oder das Anziehen der Schutzkleidung müsse da sein, forderte er. Reppin kritisierte, mancher Arbeitgeber sehe im Arbeitsschutz lediglich einen Kostenfaktor. "Unternehmen sind dazu verpflichtet, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen."

Die IG Bau forderte zu einer Gedenkminute am Freitag, 12 Uhr, für die Opfer von Arbeitsunfällen auf. Anlass ist der "Workers' Memorial Day" am 28. April, der erstmals 1984 in Kanada stattfand. Seit 1989 wird er weltweit begangen.

Titelfoto: dpa/123RF


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