Kein Betrug bei Pilotprojekt! Ministerium weist Datenschutz-Kritik zurück

Der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) präsentiert anlässlich des Starts der Gesichtserkennung einen Sender, der von den Testpersonen getragen wird.
Der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) präsentiert anlässlich des Starts der Gesichtserkennung einen Sender, der von den Testpersonen getragen wird.  © DPA

Berlin - Das Bundesinnenministerium hat Vorwürfe von Datenschützern zurückgewiesen, bei dem Berliner Pilotprojekt zur automatischen Gesichtserkennung seien die Testpersonen getäuscht worden.

Die eingesetzte Technik könne zwar mehr Daten sammeln als für den Test benötigt würden, diese Möglichkeiten würden aber nicht genutzt und seien abgeschaltet, sagte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag.

Die Datenschutz-Organisation Digitalcourage hatte am Montag kritisiert, der Transponder, den die Testpersonen am Bahnhof Südkreuz zur zusätzlichen Identifikation bei sich tragen müssen, registriere auch Daten wie Beschleunigung, Temperatur und Neigung des Untergrunds (TAG24 berichtete). Daraus ließen sich Schlüsse ziehen, was Personen außerhalb des Testgebiets getan haben.

Bereits im Vorfeld des auf sechs Monate angesetzten Pilotprojekts gab es von Datenschützern erhebliche Kritik. Am Donnerstag wird sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (63, CDU) im Bahnhof über den Test informieren.

Auf einer Kundgebung zum Start der Gesichtserkennung protestierten Gegner mit Transparenten und Plakaten.
Auf einer Kundgebung zum Start der Gesichtserkennung protestierten Gegner mit Transparenten und Plakaten.  © DPA

Titelfoto: DPA


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