Stewardess weckt Passagier, dann rastet dieser komplett aus

London (England) - Auf einem Langstreckenflug der British Airways von England nach Brasilien hatte der IT-Berater Peter Nelson (46) die asiatische Stewardess Sima Patel-Pryke rassistisch beleidigt. Jetzt wurde er dafür verurteilt und muss blechen.

Auf einem Flug von England nach Brasilien hatte Peter Nelson (46) die Stewardess Sima Patel-Pryke rassistisch beleidigt.
Auf einem Flug von England nach Brasilien hatte Peter Nelson (46) die Stewardess Sima Patel-Pryke rassistisch beleidigt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Im Juni letzten Jahres flog der IT-Berater Peter Nelson (46), scheinbar gut angetrunken, in der Business Klasse nach Brasilien, so die "Daily Mail".

Als er während des Fluges von der Stewardess Sima Patel-Pryke geweckt wurde, damit sie seine Bestellung aufnehmen konnte, fing er plötzlich an, sie rassistisch zu beleidigen. "Ihr Asiaten denkt, ihr seid besser als wir, ich will nicht von euch bedient werden, ich habe euren Lohn in den letzten 20 Jahren bezahlt".

Er soll sehr laut geworden sein und verlangt haben, nur noch von dem "weißen Mädchen" bedient zu werden. Scheinbar war die Situation kurz davor zu eskalieren, sodass der Pilot informiert werden musste und die Kabinen-Crew sich bereit machte, den fluchenden Passagier festzusetzen. Als ihm mit der Verhaftung gedroht wurde, unterließ er die Beschimpfungen endlich.

Nelson bestritt, diese Aussagen getätigt zu haben. Er würde sich niemals rassistisch äußern und hätte zwar von einer anderen Stewardess bedient werden wollen, aber er hätte niemals gesagt, dass er von dem "weißen Mädchen" bedient werden wollte, sondern nur von "ihr". Er wäre einfach müde und schlecht gelaunt gewesen, so seine Verteidigerin Lauren Sales.

Nichtsdestotrotz wurde der IT-Berater am Freitag wegen seines rassistischen Verhaltens verurteilt. Umgerechnet rund 2200 Euro Strafe muss er zahlen. Außerdem die Gerichtskosten von knapp 3900 Euro tragen und eine Entschädigung von etwa 550 Euro an das Opfer zahlen.

Der dreifache Vater verlor durch sein Verhalten nicht nur einen Prozess, sondern auch seinen Job bei GlaxoSmithKline.

Seine Kinder hat er außerdem von der Schule genommen und überlegt jetzt, mit seiner Familie das Land zu verlassen und nach Kanada zu ziehen, so Lauren Sales.


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