Betrunkener LKW-Fahrer tötete Polizistin: Prozessbeginn

Mönchengladbach - Nach dem Tod einer Polizistin auf der A 61 vor einem halben Jahr steht ein damals betrunkener Lastwagenfahrer in Mönchengladbach ab Dienstag vor Gericht.

Der Streifenwagen, in dem die 23-jährige Polizistin getötet und ihre beiden Kollegen schwer verletzt wurden.
Der Streifenwagen, in dem die 23-jährige Polizistin getötet und ihre beiden Kollegen schwer verletzt wurden.  © DPA

Dem Angeklagten wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Er soll im vergangenen Dezember das auf dem Standstreifen der A 61 bei Viersen stehende Polizeiauto der Beamtin gerammt und den Wagen 200 Meter weitergeschoben haben (TAG24 berichtete).

Der damals 48-Jährige aus der Ukraine hatte nach dem Crash ausgesagt, sich nicht an das Geschehen erinnern zu können.

Die 23-jährige Polizistin starb im Wrack des Dienstwagens auf der Rückbank, zwei Kollegen wurden schwer verletzt.

Ein Alkoholtest bei dem Lkw-Fahrer hatte nach Polizeiangaben einen Wert von mehr als zwei Promille ergeben. Hinweise auf einen technischen Defekt am Lastwagen gab es nicht.

Die Mönchengladbacher Kammer will an insgesamt sechs Prozesstagen und bis zum 17. Juni verhandeln.

Update, 12.05 Uhr

Am Dienstag hat der Lkw-Fahrer erneut beteuert, sich nicht an den Unfall erinnern zu können. "Ich weiß gar nicht, wie ich losgefahren bin", sagte der heute 49-jährige Ukrainer laut Dolmetscherin zum Prozessauftakt am Landgericht Mönchengladbach.

Titelfoto: DPA


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