Betrunkener liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei und rammt Einsatzfahrzeug

Der Autofahrer raste über mehrere rote Ampeln (Symbolfoto).
Der Autofahrer raste über mehrere rote Ampeln (Symbolfoto).  © DPA

Frankfurt - Quer durch Frankfurt lieferte sich der 30-Jährige nach einem ausgiebigen Kneipenaufenthalt eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Am Donnerstag wurde er verurteilt.

15 Monaten Bewährungsstrafe und 1500 Euro Geldauflage kommen nun auf den Mann zu.

Das Amtsgericht ging von einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sowie von versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte aus. Der 30-Jährige war bei der Fahrt im Januar betrunken.

Nach dem ausgedehnten Kneipenaufenthalt war der Autofahrer auf einer Ausfallstraße Richtung Wiesbaden unterwegs, als er eine stationäre Polizeikontrolle bemerkte. Er wendete und raste davon.

Nachdem zwischenzeitlich drei Polizeiautos die Verfolgung über mehrere rote Ampeln aufgenommen hatten, konnte der 30-Jährige kurz vor dem Mainufer gefasst werden. Zuvor hatte er einen Polizeiwagen gerammt. Eine Blutprobe ergab 0,9 Promille. Als Führerschein legte er ein nicht registriertes spanisches Dokument vor.

Vor Gericht sprach er von einer Panikreaktion. Ohne sich bei den von ihm gefährdeten Personen - seinem Beifahrer und den Polizeibeamten - zu entschuldigen, sagte er zu, sich "künftig an Recht und Gesetz halten" zu wollen. Wegen seiner fehlenden Vorstrafen gaben sich Gericht und Staatsanwaltschaft mit der Bewährungsstrafe zufrieden.

Der Anklagevertreter kündigte jedoch ein neues Ermittlungsverfahren wegen des wahrscheinlich manipulierten Führerscheins an.


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