Zwei Blitzer gesprengt! Wollten Raser Beweise vernichten?

Die Explosion war so heftig, dass es den Blitzer regelrecht aufriss.
Die Explosion war so heftig, dass es den Blitzer regelrecht aufriss.

Von Bernd Rippert

Döbeln – Brutale Rache eines geblitzten Autofahrers? Unbekannte sprengten in der Nacht zum Mittwoch zwei Blitzer an der B 169 im Ortsteil Neudorf. Der Sachschaden beträgt etwa 100.000 Euro.

Zeugen hörten gegen 1 Uhr zwei Mal einen ohrenbetäubenden Knall. Als die Polizei an der Bundesstraße eintrafen, fanden sie nur noch rauchende Trümmer der beiden teuren Blitzgeräte vor.

Vermutlich haben die Täter die Technik mit tschechischer oder polnischer Pyrotechnik in die Luft gejagt.

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach den illegalen Sprengmeistern ein. Auch ein Fährtenhund suchte mit und schnüffelte sich bis zu einem Parkplatz im Ortsteil Ebersbach. Dort stieg der oder die Täter vermutlich in ein Fahrzeug.

Auch die zweite Radarfalle wurde schwer beschädigt.
Auch die zweite Radarfalle wurde schwer beschädigt.

Die beiden modernen Traffi-Tower der Firma Jenoptik wurden 2013 in Neudorf aufgestellt. Sie überwachen in beide Richtungen den Verkehr auf der B 169.

Autos dürfen hier mit Tempo 70 fahren, Laster mit 60. Nach wenigen Wochen hatten die Blitzer einen Raser mit 121 Sachen erwischt.

Die Polizei sucht jetzt die Sprenger. Polizeisprecherin Doreen Göhler (30): „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Aber es ist nicht auszuschließen, dass ein Autofahrer kurz zuvor geblitzt wurde und seinen Frust an den Geräten ausließ.“

Pech für den Täter: Moderne Blitzgeräte wie in Neudorf haben keine Filme mehr. Bilder und Daten werden sofort an die Behörden übertragen. Die Auswertung der jüngsten Blitzfotos aus Neudorf dürften spannend werden.

Der Gesamtschaden beträgt mindestens 100.000 Euro.
Der Gesamtschaden beträgt mindestens 100.000 Euro.

Fotos: Privat


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