Mutter wird zwei Jahre von Stalker terrorisiert: Als sie erfährt, wer es ist, steht sie unter Schock

Bexhill (England) - Amanda P. (43) aus Bexhill wurde von einem Stalker so heftig terrorisiert, dass sie sich beinahe umgebracht hätte. Als die Polizei herausfand, um wen es sich dabei handelte, stand die Britin unter einem gewaltigen Schock: Ihr liebevoller Ehemann Paul P. (43).

Er spielte nur den liebenden Ehemann: Paul P..
Er spielte nur den liebenden Ehemann: Paul P..  © PA/SUSSEX POLICE

Zwischen Dezember 2015 und Juni 2017 hatte der 43-Jährige seine Ehefrau mit Fake-Profilen und E-Mail-Accounts massiv terrorisiert. Ende Januar wurde er dafür zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Am Dienstag hat sich Amanda P. erstmals zu ihrem Martyrium in einem Interview geäußert. Bei dem britischen TV-Sender "ITV" sprach sie in der Sendung "This Morning" über die schlimmste Zeit ihres Lebens.

So wollte die dreifache Mutter zunächst nicht glauben, dass der liebevolle Mann, mit dem sie seit 27 Jahren verheiratet war, hinter all dem steckte:

"Ich habe es einfach nicht geglaubt, ich wollte es nicht glauben. Ich war unnachgiebig bei der Polizei, dass sie das falsch verstanden hatten... Er war mein Fels ... Ich habe immer zu Leuten gesagt, dass dieser Stalker meine Gedanken und inneren Gefühle kannte ... aber tatsächlich saß er direkt neben mir."

Amanda P. ging durch die Hölle (Symbolbild).
Amanda P. ging durch die Hölle (Symbolbild).  © 123RF

Für ihre drei gemeinsamen Töchter sei die Situation ebenso schlimm. Sie kennen Paul P. nur als liebevollen Vater. Der Stalker ist für sie nicht mit ihm vereinbar.

"Ich kann ihn nicht als Vater beschimpfen und die Mädchen verehren ihn... Für sie war es wirklich furchtbar, sie können die beiden nicht zusammenbringen, das war er und das war Papa", so Amanda P. in dem Interview.

Bis heute leugnet Paul P. der Stalker zu sein, doch bei der Gerichtsverhandlung brauchte die Jury weniger als 30 Minuten, um ihn des Stalkings, des Zwangs- und Kontrollverhaltens zu überführen.

Jetzt will Amanda P. mit ihren Töchtern ein neues Leben beginnen. Doch eines ist derzeit ihr größtes Problem: "Es ist sehr schwer, Menschen zu vertrauen... Ich denke immer, dass die Leute einen Hintergedanken haben."


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