In diesem Sachsen-Dorf ist es auch im Sommer richtig eisig

Mopo-Reporterin Daniela Möckel (19) hat sich schonmal dick eingemummelt.
Mopo-Reporterin Daniela Möckel (19) hat sich schonmal dick eingemummelt.

Von Daniela Möckel

Deutschneudorf - Der Deutsche Wetterdienst hat Maß genommen: Kältester Ort Deutschlands ist Deutschneudorf im Erzgebirge.

Zumindest im Juli - da haben Wetterfrösche am 11. den Tiefstwert von 1,8 Grad gemessen. „Das ist bei uns nicht selten. So ist halt die Natur“, erzählen die Einwohner des 1000-Seelen-Dorfs.

Wetterexperte Jörg Kachelmann (57) erklärt, wieso nun ausgerechnet dieses Dorf so eisig ist:

„Gerade in den Hochtälern und bei sehr klaren Nächten ist es möglich, dass es nachts sehr kalt wird. Auf höheren Gipfeln wie dem Fichtelberg ist es aber zu luftig, um solche Temperaturen zu erreichen.

Etwas windgeschütztere Orte wie Deutschneudorf und Kühnhaide kühlen besser aus.“

Auch Gerold Weber (62) vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig bestätigt: „Die Messstation liegt mit 680 Metern sehr hoch und ist relativ windgeschützt. In dieser Nacht waren alle Voraussetzungen für einen Kälterekord gegeben.“

Übrigens: Die heißeste Stadt Deutschlands war im Juli Kitzigen am Main (20 000 Einwohner). Dort, in Unterfranken, kletterte die Temperatur auf 40,3 Grad. Laut Deutschem Wetterdienst ein in Deutschland noch nie gemessener Wert.

Foto: Sven Gleisberg


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