Gericht urteilt: Wildlebende Problem-Biber dürfen nicht getötet werden

Mietingen - Eine wildlebende Biberfamilie in Mietingen (Kreis Biberach) darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Sigmaringen nicht getötet oder an einem anderen Ort ausgesetzt werden.

2016 war ein durch Biber entstandener Damm nach starken Regenfällen gebrochen und hatte für Überflutungen und Millionenschäden gesorgt. (Symbolbild)
2016 war ein durch Biber entstandener Damm nach starken Regenfällen gebrochen und hatte für Überflutungen und Millionenschäden gesorgt. (Symbolbild)  © DPA

Wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte, wies das Gericht am Dienstag eine Klage der Gemeinde ab.

Die Gemeinde Mietingen hatte eine Ausnahmeregelung vom Bundesnaturschutzgesetz durchsetzen wollen.

Demnach sind Biber streng geschützt und dürfen nicht gefangen oder getötet werden. Das Regierungspräsidium Tübingen hat eine Aufhebung des Tötungsverbots abgelehnt.

2016 war der Damm, den die Biberfamilie an einem Mietinger Bach aufgeschichtet hatte, nach starken Regenfällen gebrochen. Durch die Überflutung des Geländes entstand nach Angaben der Gemeinde ein Schaden in Millionenhöhe.

Laut Regierungspräsidium hätte die Gemeinde Dreinagen zur Regulierung des Wasserstandes einbauen können. Zudem soll ein Hochwasserrückhaltebecken Aufstauungen durch Biberdämme vermeiden.

Der Biber gilt als streng geschützt und darf nicht gefangen oder getötet werden.
Der Biber gilt als streng geschützt und darf nicht gefangen oder getötet werden.  © DPA

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