Syrische Asylbewerberin schwarz beschäftigt? Jetzt spricht Alice Weidel

Alice Weidel (38, AfD) steht wieder mal im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit.
Alice Weidel (38, AfD) steht wieder mal im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Biel (Schweiz) - Es klingt unfassbar: Alice Weidel (38, AFD) soll in ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine syrische Asylbewerberin als Haushaltshilfe beschäftigt haben und das auch noch schwarz!

25 Franken (rund 21,80 Euro) pro Stunde soll sie der Frau bar auf die Hand gezahlt haben. Ganz ohne Arbeitsvertrag oder irgendeine Form von Rechnungsstellung.

Von der "ZEIT", die darüber berichtet, wurde sie um eine Stellungnahme zu der syrischen Haushaltshilfe gebeten.

Doch Alice Weidels Anwalt ließ ausrichten, dass die gesetzte Antwortfrist von einem Arbeitstag "für die Aufarbeitung zum Teil relativ komplexer rechtlicher Sachverhalte mit Blick auf die Zulässigkeit von Vergütungsregelungen" zu kurz sei.

Die AFD-Spitzenkandidatin kommt aus den Schlagzeilen nicht mehr raus, in den letzten Tagen fiel sie immer wieder mit negativen Auftritten auf.

So brach sie mehrere Interviews ab oder nahm in letzter Sekunde nicht daran teil (TAG24 berichtete).

Man darf sehr gespannt sein, wie sie dieses dubiose Beschäftigungsverhältnis erklärt.

Am Mittwochabend gab die Politikerin ein Statement ab.
Am Mittwochabend gab die Politikerin ein Statement ab.

Update 19.44 Uhr:

Am Mittwochabend äußerte sich die AfD-Politikerin zu den Schwarzarbeits-Vorwürfen.

In einem Statement bei Facebook stellt Alice Weidel den ZEIT-Artikel als Fake-News dar.

"Die Verdachtsäußerung der Zeit, Alice Weidel habe eine Asylbewerberin schwarz für sich arbeiten lassen ist falsch. Alice Weidel hat zu keinem Zeitpunkt eine Asylbewerberin angestellt, für sich arbeiten lassen oder an diese eine Vergütung gezahlt.

In dem Artikel heißt es zudem, dass Frau Alice Weidel eine Studentin als Haushaltshilfe beschäftigte und diese bar bezahlte.

Die ZEIT unterschlägt dabei, dass eine Barzahlung an Haushaltshilfen nach dem maßgeblichen Schweizer Recht völlig legal ist. Hausangestellte müssen nur dann bei der kantonalen Ausgleichskasse angemeldet werden, wenn ihr Lohn im Jahr 750 Franken übersteigt. Löhne unter dieser Grenze sind beitragsfrei und nicht meldepflichtig."


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