"Agora" Braut-Betrügerin verurteilt: Nun muss sie in den Knast

Bielefeld – Am Mittwoch ist das Urteil um die dreiste Braut-Betrügerin gefallen: Die ehemalige Inhaberin des Brautmoden-Geschäftes "Agora" wandert mehrere Jahre in den Knast. Sie muss sich wegen Betrugs in drei Fällen verantworten.

Die ehemalige Inhaberin des Brautmodengeschäfts "Agora" mit Verteidiger Holger Rostek vor dem Gericht.
Die ehemalige Inhaberin des Brautmodengeschäfts "Agora" mit Verteidiger Holger Rostek vor dem Gericht.

Für Furore sorgte die Chefin des polnischen Modeherstellers "Agora" zuletzt im März 2017, als sie ihren Laden aufgrund von Zahlungsunfähigkeit endgültig dicht machen musste (TAG24 berichtete).

In den drei Jahren von 2014 bis zur Schließung des Geschäfts hat die dreiste Betrügerin mindestens 20 Frauen um ihr Geld gebracht, indem sie dies kassierte, den Auftrag für das Kleid beim polnischen Hersteller aber nie erteilte.

Doch der Betrug rund um die Brautkleider ist nicht die einzige Straftat, weshalb sich die 68-Jährige vor dem Gericht verantworten musste. Die Staatsanwaltschaft erhob noch weitere Vorwürfe gegen die Frau, die bereits mehrere Jahre wegen ähnlicher Fälle im Gefängnis saß, berichtete die Neue Westfälische.

So betrog sie in den Jahren 2014 und 2015 zwei Männer um Kredite von 34.000 und 35.000 Euro, indem sie ihre Zahlungswilligkeit vorgab, eine Tilgung aber nie erfolgte. (TAG24 berichtete).

Auch eine Rechnung über 13.990 Euro von einem Haushaltswaren-Geschäft an der Obernstraße, in dem sie ausgiebig shoppen war, wurde nie beglichen.

Aufgrund dessen verurteilte das Gericht die 68-Jährige wegen Betruges in drei Fällen zu zweieinhalb Jahren Haft. Verteidiger Holger Rostek kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Das Geschäft musste die 68-Jährige bereits im März 2017 schließen.
Das Geschäft musste die 68-Jährige bereits im März 2017 schließen.

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