27 Millionen Euro für Sanierung! Baumheide soll fesch werden

Sven Dodenhoff vom Bauamt hat über ein Jahr mit an dem neuen Entwicklungskonzept gearbeitet.
Sven Dodenhoff vom Bauamt hat über ein Jahr mit an dem neuen Entwicklungskonzept gearbeitet.

Bielefeld - Bielfelds Stadtteil Baumheide soll ein verändertes Gesicht bekommen. Dafür sollen 27 Millionen Euro in 30 Projekte investiert werden. Die Politik hat ein entsprechendes Entwicklungskonzept schon abgesegnet.

90 Prozent der nötigen Mittel sollen durch vorgesehene Fördergelder vom Land, der EU und dem Bund fließen. Es bliebe ein Anteil von zehn Prozent, den die Stadt aufbringen müsse, so Sven Dodenhoff, Teamleiter Stadtentwicklung beim Baumamt, gegenüber der Neuen Westfälischen.

Hier sollen die Gelder zum Beispiel eingebracht werden:

  • 3,5 Millionen Euro in die "Neue Mitte" Baumheide
  • 3,4 Millionen Euro in die Umgestaltung der Stadtbahnhaltestelle
  • 450.000 Euro sind für Spielplätze eingeplant
  • 3,6 Millionen Euro sollen für den Halhof genutzt werden
  • 4 Millionen Euro für die Sanierung des Freizeitzentrums

Um die 30 verschiedenen Projekte zu realisieren, sollen der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäische Sozialfonds (ESF) angezapft werden.

Baumheide ist seit 2014 im Fokus der Stadt. "Es gibt dort keine gestaltete Mitte, sondern mit dem Marktkauf und der Buskehre eher eine funktionale", sagte Dodenhoff.

Die Bahnstation und der Marktkauf bilden aktuell das Zentrum des Stadtteils.
Die Bahnstation und der Marktkauf bilden aktuell das Zentrum des Stadtteils.

Nun sollen die Investitionen den Stadtteil lebenswerter machen. Mit den Büros "StadtRaumKonzept" und "Reicher Haase Architekten", beide aus Dortmund, ging es dann im Herbst 2016 an die inhaltliche Arbeit.

Zu Beginn der Arbeit sei eine Bestandsaufnahme gemacht worden, erklärte der Teamleiter. Dafür wurden auch Bürger befragt, welche Veränderungen sie gerne in ihrem Wohnviertel hätten.

Neben den gestalterischen Maßnahmen, die vorgenommen werden, wird auch in soziale Projekte investiert. So erhält das Projekt "Stadtteilmütter" 150.000 Euro. Auch das Jobcenter ist bereits für Beratungsgespräche vor Ort. Ein weiteres Ziel sei auch, ein eigenen Quartiersmanager zu installieren.

Die vier Millionen Euro für die Sanierung des Freizeitzentrums sind sogar schon gesichert. "Die Fördermittel sind bereits bewilligt", sagte Sven Dodenhoff erfreut. Die Architektenarbeiten sind ausgeschrieben, 2019 könnte begonnen werden.

Insgesamt ist es ein Arbeit, die auf mehrere Jahre ausgelegt ist. Kurzfristig sollen die Bauarbeiten an der Bahnstation durchgeführt werden.

Im November soll das Konzept abschließend durch die politischen Gremien gehen, ehe im Dezember in der interministeriellen Arbeitsgruppe des Llandes NRW diskutiert werden soll. Das Konzept betrifft 7700 Einwohner des Stadtteils Baumheide.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0