Schon wieder! Flixbus lässt junge Frauen an Autobahn stehen

Mit einem der grünen Reisebusse fahren die Mädels so schnell nicht wieder.
Mit einem der grünen Reisebusse fahren die Mädels so schnell nicht wieder.

Bielefeld - Es klingt eigentlich unglaublich, ist aber nicht das erste Mal passiert! Am Sonntag hat ein Flixbus-Fahrer gleich sechs Menschen an der A7-Raststätte Brunautal einfach stehengelassen.

Schon im Juli hatte ein Fahrer die Mutter von drei Kindern an der Haltestelle Brackwede zurückgelassen (TAG24 berichtete). Diesmal waren unter anderem auch die 17-jährige Renée aus Bielefeld und die 19-jährige Tiesan-Yesim aus Verl darunter.

"Die Bordtoilette war kaputt. Deswegen sind wir überhaupt abgefahren", werden die beiden in der Neuen Westfälischen zitiert. Der Fahrer habe ihnen fünf Minuten Zeit für die Toilettenpause gegeben. "Wir waren sogar die Ersten in der Damentoilette."

Doch als die zwei und ihre Freundin Julia wieder zurückkamen, war vom Bus nichts mehr zu sehen. "Julia ist ums ganze Gebäude gelaufen, weil sie dachte, der Bus habe umgeparkt." Ein weiterer zurückgelassenen Fahrgast war noch hinter dem Bus hergelaufen, ohne Erfolg!

Der Busfahrer ließ Renée Doévi (17) und Tiesan-Yesim Atas (19) einfach zurück.
Der Busfahrer ließ Renée Doévi (17) und Tiesan-Yesim Atas (19) einfach zurück.

"Ich hatte sogar mein Handy und meine Wertsachen im Bus", sagt Renée. "Das mache ich nie wieder.

In der Flixbus-Zentrale stießen sie auf taube Ohren. "Die haben uns geraten, ein Taxi zu nehmen. Wie denn ohne Geld?", fragt Tiesan-Yesim. "Ich habe dann sogar die Polizei gerufen. Aber die konnten uns auch nicht weiterhelfen."

Natürlich war mittlerweile auch im Bus aufgefallen, dass sechs Leute fehlen, doch den Fahrer schien das nicht zu interessieren. Die drei Mädels hatten Glück: An der Tankstelle war ein Autofahrer aus Bad Salzuflen, der sie bis zum Bahnhof Brackwede mitnahm.

Zeitgleich kamen sie dann mit dem Bus an, Tiesan-Yesims Vater wollte den Fahrer direkt zur Rede stellen. "Holen Sie das Gepäck raus und diskutieren Sie nicht mit mir", bekam er als Antwort. Der Fahrtenschreiber beweise schließlich, dass er exakt die angekündigten fünf Minuten gewartet habe.

"Wer für die Toilette länger als fünf Minuten benötigt, sollte im Bus bleiben", die patzige Reaktion des Fahrers.


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