SEK-Leiter soll Stellung ausgenutzt und Beamte bestraft haben

Bielefeld - Werden die SEK-Beamten in Bielefeld von ihrem Leiter bestraft? Diesen Vorwurf haben die Spezialkräfte in einem anonymen Brief an die Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere erhoben. Diese muss sich nun mit diesen Vorwürfen befassen.

Einige Polizisten sollen zu Praktika gezwungen worden sein. (Symbolbild)
Einige Polizisten sollen zu Praktika gezwungen worden sein. (Symbolbild)  © DPA

In dem Schreiben heißt es laut Informationen des Westfalen-Blattes, dass der SEK-Chef einem Polizisten ein "freiwilliges Praktikum" im Streifendienst aufbrummte, weil dieser nach einer Dienstfeier betrunken gegen einen Kaffeeautomaten gerannt war.

Ein anderer Polizist soll hingegen eine mehrwöchige "freiwillige Hospitation" bei der Bereitschaftspolizei aufgedrückt bekommen haben, weil er einer Kollegin mit dem Dienstwagen dabei half ein Möbelstück zu transportieren.

Ein weiterer Beamter sei durch eine aufgezwungene Hospitation sogar schwer psychisch krank geworden, weswegen sich einige Kollegen nun sorgen, dass er sich etwas antun könne.

Zudem wollte der Leiter der Spezialeinheiten seinen eigenen Sohn ins Mobile Einsatzkommando holen, was viele andere Polizisten kritisch gesehen hätten. Diesen Kritikern habe der Polizeidirektor gesagt, dass wenn jemand ein Problem mit seinem Sohn habe, er sich als Polizeidirektor überlegen müsse, ob es noch weiter Pärchen bei den Spezialeinheiten geben dürfe.

Zu dem genauen Inhalt des Schreibens wollte die Polizeipräsidentin noch keine Stellung beziehen. Sie verriet nur: "Mir liegt ein anonymes Schreiben mit Behauptungen zum Fehlverhalten einer Führungskraft und von Beschäftigten vor. Die Sachverhalte werden intern geprüft."

Titelfoto: DPA


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