Großer Einsatz für die Polizei: Eskalation nach rechter Demo

Bielefeld – Insgesamt fünf Versammlungen und Demonstrationen haben am Samstag in der Bielefelder Innenstadt stattgefunden, darunter auch eine Demo aus dem rechten Spektrum.

Zahlreiche Polizisten waren auf dem Kesselbrink im Einsatz.
Zahlreiche Polizisten waren auf dem Kesselbrink im Einsatz.  © Neue Westfälische

Zur rechten Veranstaltung "Recht und Sicherheit für unser Land" auf dem Kesselbrink erschienen gegen 14 Uhr nicht einmal zehn Demonstranten, dafür protestierten rund 200 Menschen bei einer nicht angemeldeten Demo dagegen.

Eine Eskalation zwischen den gegnerischen Gruppen konnte von der Polizei zunächst verhindert werden. Weil die Demonstranten des linken Spektrums jedoch nicht kooperieren wollten, lösten die Beamten die Demo wenig später auf.

Als die angemeldete Versammlung gegen 16.53 Uhr enden sollte, wurde die Lage immer angespannter, da einige Gegendemonstranten samt Transparenten und Lautsprechern den Platz nicht räumen wollten.

Die Beamten nahmen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz die Personalien von rund 30 Personen auf.

Gewalt zwischen Demonstranten und Polizei

Einer der Demonstranten weigerte sich vor der Personalienaufnahme.
Einer der Demonstranten weigerte sich vor der Personalienaufnahme.

Dabei kam es zu Rangeleien zwischen den Gegendemonstranten und der Polizei. "Einem Beamten wurde von einem Mann in den Bauch geschlagen", so Polizeisprecherin Sonja Rehmert gegenüber der Neuen Westfälischen. "Gegen ihn wurde Strafanzeige erlassen."

Ein Demonstrant wollte sich der Personalienaufnahme entziehen und ließ sich zu Boden fallen. Zudem wurde bei der Polizei eine Strafanzeige wegen Beleidigung gegen eine Rednerin der rechten Demo erstattet.

Zu größeren Ausschreitungen kam es jedoch nicht. Gegen 17.30 Uhr war der Polizeieinsatz beendet und alle kontrollierten Personen konnten den Kesselbrink verlassen.

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