Sie soll ihren eigenen Bruder erstochen haben: Polizei schnappt 15-Jährige!

Bielefeld - Das 15 Jahre alte Mädchen aus NRW, das ihren erst drei Jahre alten Bruder mit einem Messer getötet haben soll, wurde am Donnerstag festgenommen.

Dringend tatverdächtig war Oliwia Marta aus Nordrhein-Westfalen. Sie wurde festgenommen.
Dringend tatverdächtig war Oliwia Marta aus Nordrhein-Westfalen. Sie wurde festgenommen.  © Polizei Bielefeld

Dank Zeugenhinweisen konnte die geflohene 15-Jährige in Lemgo (NRW) von einem Bezirksdienstbeamten im Stadtteil Brake geschnappt werden.

Es gebe mehrere Stichverletzungen, sagte der Sprecher der Detmolder Staatsanwaltschaft, Christopher Imig, der Deutschen Presse-Agentur. "Es spricht alles für ein Messer."

Die Teenagerin war nach der Tat in einem Mehrfamilienhaus in der Bielefelder Neulandstraße vom Tatort geflüchtet.

Nach der Heranwachsenden, die zur Tatzeit mit einer schwarzen Jacke, einem roten Pullover und einer schwarzen Leggings bekleidet war, wurde mit einem Hubschrauber, Hunden und per Öffentlichkeitsfahndung gesucht.

Die Hintergründe zu der Tat sind bisher noch unklar. Im Zuge der Ermittlungen wurde die 15-köpfige Mordkommission "Neuland" eingerichtet.

Laut den Behörden soll es sich um eine polnischstämmige Familie handeln. Angehörige hätten die Leiche am Mittwochabend gegen 21 Uhr in der Wohnung gefunden und umgehend die Polizei alarmiert. Sie werden derzeit betreut. Die Polizei war am Morgen nach der Tat mit mehreren Streifenwagen vor Ort.

Update 14:00 Uhr: Kerzen und Blumen liegen am Tatort vor der Tür

Ersten Erkenntnissen zufolge soll das Kind in der heimischen Wohnung erstochen worden sein. Vor der Wohnung wurden am Vormittag bereits Kerzen und Blumen als Gedenken an den Dreijährigen abgelegt.

Update 11:16 Uhr: 15-Jährige leistete keinen Widerstand bei Festnahme

Bei ihrer Festnahme hat die 15-Jährige keinen Widerstand geleistet. Sie sei in "ruhiger Verfassung" gewesen, sagte der Sprecher der Detmolder Staatsanwaltschaft, Christopher Imig, am Donnerstag vor Journalisten. Die Ermittler wollen sie am Donnerstag oder Freitag einem Haftrichter vorführen. Imig warnte vor Spekulationen über die Hintergründe der Tat und die Motive der Jugendlichen. "Sie ist 15. Und für Jugendliche im Strafverfahren – egal was sie gemacht haben – gilt ein besonderer Schutz", betonte er.

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