Schrecklicher Doppelmord an Kleinkindern: Neue grausame Details bekannt

Bielefeld – Auf bestialische Weise hat ein 41-jähriger Familienvater am vergangenen Sonntag seine beiden kleinen Kinder umgebracht (TAG24 berichtete). Wie nun öffentlich wurde, gestand er seine Bluttat bereits per Notruf.

Dort tötete ein Vater seine beiden kleinen Kinder und unternahm dann einen Suizidversuch.
Dort tötete ein Vater seine beiden kleinen Kinder und unternahm dann einen Suizidversuch.

Wie die Mordkommission vermutet, hatte sich der 41-Jährige zum Zeitpunkt seines Notrufes bereits die Adern an den Armen aufgeschnitten, sich seinen Suizidversuch dann aber doch anders überlegt.

"Er sagte am Telefon, dass er dringend Hilfe benötige, sonst würde er nicht überleben", berichtete die ermittelnde Staatsanwältin Claudia Bosse gegenüber der Neuen Westfälischen.

Während des Notrufs habe der schwer Verletzte auch bereits die Tötung seiner Kinder eingeräumt, so Bosse. Rettungskräfte fanden den einjährigen Jungen und seine zweijährige Schwester später mit aufgeschnittener Kehle im Nebenzimmer (TAG24 berichtete).

Eine psychische Vorerkrankung des 41-Jährigen, gegen den wegen zweifachen Mordes ermittelt wird, liege den Ermittlern nicht vor. Finanzielle Probleme und die kürzliche Trennung von seiner Partnerin trugen wohl zu der grausamen Tat bei.

Den radikalen Wechsel in seinem Leben kündigte der türkischstämmige Mann bereits einen Tag zuvor per Internet an. Dort soll er sich auch nach illegalen Schusswaffen erkundigt haben.

"Keine Anhaltspunkte für akute Gefahren"

Einsatzkräfte rückten nach der schrecklichen Tat in der Bielefelder Ziegelstraße an.
Einsatzkräfte rückten nach der schrecklichen Tat in der Bielefelder Ziegelstraße an.  © Christian Mathiesen

Gegenüber der Polizei habe die Mutter nach der Trennung geäußert, Angst vor dem 41-Jährigen zu haben.

Wie Polizeisprecherin Sonja Rehmert mitteilte, unterzog sich die 27-Jährige wegen der bevorstehenden Trennung Mitte Januar einem Beratungsgespräch für häusliche Gewalt.

"Anhaltspunkte für vergangene Straftaten oder akute Gefahren ergaben sich dabei aber nicht", so Rehmert. Auch einen entsprechenden Polizeieinsatz habe es nie gegeben.

Die Befragung der Mutter konnte keine Hinweise über das Motiv des Vaters geben. Der 41-Jährige schwebt weiterhin in Lebensgefahr und ist und somit nicht vernehmungsfähig.

Titelfoto: Christian Mathiesen

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