Neonazis verabschieden sich mit "Heil Hitler", dann gibt's Zoff

Zuletzt wurde Sascha Krolzig zu sechs Monaten Haft verurteilt.
Zuletzt wurde Sascha Krolzig zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Bielefeld/Dortmund - Der Bielefelder Sascha Krolzig fiel in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen rechtsradikaler Äußerungen auf. Zuletzt wurde er zu sechs Monaten Knast verurteilt, weil er den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, Matitjahu Kellig, als "frechen Juden-Funktionär" bezeichnete.

Im Mai wird sich der 30-Jährige, der unter anderem auch Funktionär der Partei "Die Rechte" ist, vorm Amtsgericht Dortmund verantworten müssen. Der Vorwurf: Im Dezember 2016 soll er sich mit zwei Freunden in einer Kneipe in Dortmund getroffen haben, wie die Neue Westfälische berichtet.

Am Ende sollen sie sich mit den Worten "Heil Hitler" verabschiedet haben - und lösten damit laut Anklage einen handfesten Streit aus. Ein Zeuge soll Krolzig angerempelt haben. Der 30-Jährige soll daraufhin hingefallen sein.

Das habe der Neonazi zum Anlass genommen, um sein Bierglas gegen den Kopf des Mannes zu schlagen, lauten die Vorwürfe weiter. Allerdings soll das Glas den Zeugen nicht getroffen haben.

Während des Streits soll Krolzig den Mann dann mehrfach ausländerfeindlich beschimpft haben. Andere Zeugen bekamen das mit. Außerdem soll auch die alarmierte Polizei Opfer seiner Beleidigungen geworden sein.

Einer seiner Begleiter soll dann einen Polizisten an den Arm gegriffen haben, um die Festnahme des Rechtsextremen, der mittlerweile als Trauerredner arbeitet, zu verhindern.

Der 26-jährige Freund von Krolzig muss sich deshalb ebenfalls wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und Beleidigung verantworten. Am 3. Mai soll der Prozess gegen die Neonazis starten.


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