Dreifachmord von Hille: Das sagt die Psychologin über den brutalen Killer

Bielefeld – Im Prozess um den Dreifachmord von Hille in Ostwestfalen schätzt eine Gutachterin den Angeklagten Jörg W. als voll schuldfähig ein.

Jörg W. wusste genau, was er tat. Das bestätigte jetzt eine Psychologin vor Gericht.
Jörg W. wusste genau, was er tat. Das bestätigte jetzt eine Psychologin vor Gericht.

Der 51-Jährige sei durchschnittlich intelligent, neige bei seinen Beschreibungen zwar zu deutlichen Übertreibungen, psychisch sei er aber gesund, sagte die Psychologin Sabine Nowara am Montag vor dem Landgericht Bielefeld.

Bei der Frage, ob der ehemalige Fremdenlegionär zu weiteren Gewalttaten neige und daher eine Sicherungsverwahrung nötig sei, wollte sich die Expertin nicht festlegen.

Nach drei Leichenfunden auf zwei angrenzenden Höfen in Hille an der Grenze zu Niedersachsen müssen sich Jörg W. und sein 24 Jahre alter Ziehsohn Kevin R. wegen dreifachen Mordes aus Habgier verantworten. Beide Männer beschuldigen sich bislang gegenseitig.

Nach der Indizienlage geht das Gericht bislang davon aus, dass die ersten beiden Todesopfer, ein 72-jähriger Nachbar und ein 64-jähriger Hilfsarbeiter, dem älteren Jörg W. zuzuordnen sind.

Der Tod eines 30 Jahre alten Geschäftspartners der beiden soll auf das Konto von Kevin R. gehen. Der Prozess wird am 4. März fortgesetzt.

Ein Absperrband hängt an der Rückansicht des Hofes, auf dem am 09.03.2018 eine der drei Leichen gefunden wurde.
Ein Absperrband hängt an der Rückansicht des Hofes, auf dem am 09.03.2018 eine der drei Leichen gefunden wurde.  © DPA

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