Dramatische Folgen der Dürre: Tiere müssen notgeschlachtet werden

Bielefeld – Durch die andauernde Hitze müssen Landwirte nicht nur hohe Erntedefizite einfahren, sondern auch viele ihrer Tiere notschlachten.

Weil die Felder vertrocknet sind, müssen viele Rinder notgeschlachtet werden.
Weil die Felder vertrocknet sind, müssen viele Rinder notgeschlachtet werden.  © 123RF

Bei der Ernte habe es vor allem das Getreide hart getroffen, hauptsächlich den Mais. Dieser könne aufgrund des Wassermangels keine Kolben mehr bilden und drohe felderweise abzusterben, so Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Herford-Bielefeld zur Neuen Westfälischen.

"Die Trockenheit hat dramatische Folgen, eine solch angespannte Lage habe ich in den vergangenen 30 Jahren nicht erlebt", beklagt sich Dedert.

Aus den vertrockneten Feldern und Wiesen ergebe sich das nächste Problem: Dem Rindvieh fehle mit Mais und Gras das Grundfutter. "Normalerweise werden die Wiesen bis zu fünf Mal pro Jahr gemäht", sagt Landwirt Fabian Ruwisch. In diesem Jahr werde vermutlich schon nach dem dritten Mal Schluss sein.

So müssen Landwirte ihr Futter aus dem Ausland beziehen, was sich ebenfalls als schwierig erweise, da die Situation auch dort nicht besser sei. Die Dürreperiode betreffe ebenso Länder wie Schweden, Griechenland und Frankreich.

Daher bliebe den Bauern oft nichts anderes übrig, als ihr Vieh notzuschlachten. Dies wiederum führe zu einer erheblichen Menge an Kuhfleisch auf dem Markt, was viele Schlachter mit Preissenkungen gnadenlos ausnutzen.


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