Abseits vom Hauptverkehr: Stadt plant neue Fahrrad-Routen

Die neuen Fahrrad-Routen sollen abseits der Hauptverkehrsstrecken verlaufen.
Die neuen Fahrrad-Routen sollen abseits der Hauptverkehrsstrecken verlaufen.

Bielefeld - Während der Autoverkehr in Bielefeld - vor allem rund um den Jahnplatz - immer wieder für Streit sorgt, will man sich bei der Stadt jetzt den Radfahrern annehmen.

Die sollen statt den bisherigen 130 Kilometer langen und beschilderten Fahrrad-Routen bald 410 Kilometer bekommen.

Das Radverkehrsnetz soll um weitere Freizeitrouten ergänzt werden. Acht besonders ausgeschilderte Strecken sollen dann ein Fahrerlebnis à la "Radfahren wie in Holland" bieten.

Wenn neue Routen kommen, sollen andere Hauptrouten bald allerdings nicht mehr beschildert sein. Dafür sollen aber Parallelstrecken ausgewiesen werden.

Ein Beispiel dafür ist Ummeln: Dort soll die Verbindung zwischen Friedrichsdorf und Steinhagen auf die Korbacher Straße und Bokelstraße verlegt werden.

"Wenn die Routen zu dicht beieinander liegen, fällt die Orientierung schwer", erklärt Oliver Spree, Nahmobilitätsbeauftragter der Stadt, gegenüber der Neuen Westfälischen.

Damit die Fahrradrouten besonders idyllisch und erholsam sind, sollen sie abseits der Hauptverkehrsstraßen liegen. Strecken-Namen wie "Pillepoppen", "um'n Pudding" oder "Bielefelder Romanzen" werden angepeilt.

Durch Plaketten an der Beschilderung sollen diese speziellen Routen hervorgehoben werden. Doch um alles finanzieren zu können, hat Bielefeld erst mal Fördermittel beantragt.

Aktuell geht man von Kosten in Höhe von 470.000 Euro aus. Von denen müsste die Stadt 150.000 Euro selbst tragen. Bis die Beschilderung wirklich vorgenommen wird, wird es wohl aber bis 2019 dauern.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0