Grausamer Doppelmord: Vater schnitt seinen Kindern die Kehle durch

Bielefeld – Im Fall des grausamen Familiendramas in Bielefeld, bei dem ein Vater seine beiden Kleinkinder erstochen hat, dauern die Ermittlungen der Mordkommission weiter an.

Dort tötete ein Vater seine beiden kleinen Kinder und unternahm dann einen Suizidversuch.
Dort tötete ein Vater seine beiden kleinen Kinder und unternahm dann einen Suizidversuch.

Der 41-jährige Familienvater soll seinem einjährigen Sohn und seiner Tochter (2) in ihren Betten die Kehle durchtrennt haben, berichtete die Neue Westfälische.

Danach versuchte er, sich selbst umzubringen, wurde von den Rettungskräften aber noch rechtzeitig in der Wohnung an der Ziegelstraße gefunden. Dort stießen die Beamten auch auf die beiden toten Kleinkinder.

Nach Angaben der ermittelnden Staatsanwältin, Claudia Bosse, konnte das "vermeintliche Tatwerkzeug" am Tatort gefunden und sichergestellt werden. Um was für eine Tatwaffe es sich genau handelt, wurde noch nicht mitgeteilt.

Die Ermittler setzen nun auf die Aussage der Mutter, die zum Zeitpunkt der Bluttat nicht zu Hause war, um mehr über das mögliche Motiv zu erfahren.

Erst vor Kurzem soll sich die Frau von dem 41-Jährigen getrennt haben, räumte ihm jedoch Besuchszeiten für die Kinder ein. Diese nutzte der Vater am Sonntag für den furchtbaren Doppelmord.

Eine Obduktion der Leichen am Montag hatte ergeben, dass die Kinder durch schwere "Schnittverletzungen" starben.

Vater veröffentlichte Foto vor der Tat

Die Ermittlungen der Mordkommission dauern weiter an.
Die Ermittlungen der Mordkommission dauern weiter an.

Bekannte sprechen davon, dass der Vater die Mutter bereits seit einiger Zeit bedroht haben soll. Auch die Polizei soll darüber in Kenntnis gesetzt worden sein.

Anzeigen oder Berichte wegen häuslicher Gewalt würden der Polizei laut Sprecherin Hella Christoph aber nicht vorliegen.

Kurz vor der Tat veröffentlichte der 41-Jährige noch ein Foto seiner Kinder mit den Worten "Für Euch" in den sozialen Netzwerken.

Seit seinem Suizidversuch, den er selbst per Notruf angekündigt hatte, liegt der Mann mit türkischem Pass auf der Intensivstation und ist weiterhin nicht vernehmungsfähig.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizid zu berichten. Da es sich aber um einen Mord handelt, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Mehr zum Thema OWL Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0