Markenname untersagt! Schlag ins Gesicht für Jung-Brauer

Bielefeld - Das ist wirklich ein Schlag ins Gesicht für den Bielefelder Jung-Brauer Mike Cacic (29)! Nachdem er im vergangenen Jahr bereits für seinen Slogan "Endlich kein Bier mehr aus Herford" ordentlich auf den Deckel bekam (TAG24 berichtete), muss er den nächsten Schock verdauen.

Ob Mike Cacic damit gerechnet hätte, als er sein Craftbeer braute?
Ob Mike Cacic damit gerechnet hätte, als er sein Craftbeer braute?

Das Landgericht fiel jetzt nämlich ein Urteil gegen die irreführenden Bezeichnungen für sein Bier: "Bielefelder Flutlicht" und "Ravensberger Brauerei" dürfen nicht mehr auf den Etiketten seines Getränks stehen.

Aktuell braut der 29-Jährige in Marsberg. Das Problem: Das liegt im Sauerland, also nicht in Bielefeld und schon gar nicht im Ravensberger Land - so wie es die ursprünglichen Namen fälschlicherweise dem Verbraucher vorgaukeln.

Ins Rollen gebracht wurde die ganze Sache durch die Wettbewerbszentrale. Nachdem Cacic 2017 eine Abmahnung für den provozierenden Anti-Herford-Slogan bekam, musste er innerhalb kürzester Zeit 160.000 bereits etikettierte Flaschen Bier an den Mann bringen.

Tatsächlich erreichte er sein Ziel. Trotzdem dürfte das jetzige Urteil schwerwiegender sein. Denn dieses Mal muss er sein komplettes Image neu erfinden, sollte das Urteil rechtskräftig werden.

Als ein weiteres "Unding" bezeichnete Hans-Jürgen Buchmüller, Rechtsanwalt der Wettbewerbszentrale, laut Neue Westfälische, dass der Jung-Brauer seinen privaten Wohnsitz als Sitz seiner Firma auf den Flaschen angab.

Anwalt Jan-Christian Hochmann, der den 29-Jährigen vor Gericht vertrat, entgegnete, dass sein Mandant in der Öffentlichkeit "kein Geheimnis" daraus gemacht habe, als er seinen Brauort verlegt hatte.

Ab 2019 könnten diese Streitigkeiten immerhin ein Ende haben. Dann will Cacic im Bielefelder Stadtteil Brackwede brauen. Bis dahin muss er mit Geldstrafen rechnen, sollte er sich nicht daran halten, die Bezeichnungen auf den Etiketten zu ändern.

Sollte er Berufung einlegen, käme der Fall vors Oberlandesgericht Hamm.


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