Frau bindet Hund bei mehr als 30 Grad an und geht schwimmen

Bielefeld – Mehr als 30 Grad im Schatten zeigte das Thermometer die letzten Tage an, doch eine Hundebesitzerin scheint die Gefahren der Hitze nicht ernst zu nehmen.

Mit der Rucksackschnur wurde der Kleine am Zaun vor dem Freibad angebunden.
Mit der Rucksackschnur wurde der Kleine am Zaun vor dem Freibad angebunden.  © Facebook/Hundefreunde Bielefeld

Während sie selbst sich im Freibad Gadderbaum eine Abkühlung verpasste, ließ die Besitzerin ihren kleinen Hund bei glühender Hitze mit der Rucksack-Schnur viel zu kurz am Zaun angebunden, allein zurück.

Das Foto des kleinen Vierbeiners verbreitete sich schnell auf Facebook und sorgte unter den Tierfreunden für große Aufregung.

"Scheinbar ist vielen immer noch nicht bewusst, was solche Temperaturen bedeuten", kommentierte Claudia Paulenz, Administratorin der Facebook-Gruppe "Hundefreunde Bielefeld". So war es auch wenig hilfreich, dass die Besitzerin dem Tier eine Dose mit Wasser hinstellte.

Es sei ein absolutes No Go, Hunde angeleint zurückzulassen, warnen auch die Experten von Dognet.de. Dadurch könne der Hund weder Schatten aufsuchen, noch unangenehmen Situationen ausweichen. "Selbst fünf Minuten können hier über Leben und Tod entscheiden", heißt es.

Auch Anna Venzke, Leiterin des Bielefelder Tierheims habe wenig Verständnis für das Verhalten der Bielefelderin: "Wer seinen Hund beim Bäcker anbindet, hat ihn zumindest noch im Blick", sagte sie gegenüber der Neuen Westfälischen.

Den Hund allerdings über so lange Zeit allein zu lassen, halte sie für verantwortungslos."Der Hund weiß ja gar nicht wie ihm geschieht, ob er wieder abgeholt wird, das bedeutet für manche Tiere großen Stress."


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