Zum Sterben auf den Gehweg gelegt: 32-Jährige muss in den Knast

Bielefeld – Tanja Z. (32) soll einen 37-jährigen Bekannten am 10. Mai 2017 mit Tritten gegen Kopf und Oberkörper in ihrer Wohnung in einem Haus an der Gustav-Winkler-Straße in Bielefeld so schwer verletzt haben, dass er einen Tag später an seinen Verletzungen starb. Sie schleifte den Mann damals auf den Gehweg vor dem Haus und ließ ihn liegen.

Vor dem Haus ließ die 32-Jährige das Opfer einfach liegen.
Vor dem Haus ließ die 32-Jährige das Opfer einfach liegen.

Seit Anfang Juni musste sich die 32-Jährige dafür vor Gericht verantworten (TAG24 berichtete). Jetzt wurde sie wegen vorsätzlicher und gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, so das Westfalen-Blatt.

"Sie sind für den Tod des Opfers zur Rechenschaft zu ziehen", sagte der Vorsitzende Richter Christoph Meiring bei der Urteilsverkündung. Tanja Z. selbst hatte sich nicht zur Tat geäußert. Überführt wurde die 32-Jährige, weil sie in der U-Haft zwei Mitinsassen detailliert davon erzählt hatte.

Grund für den tödlichen Angriff war ein Busengrapscher: So soll das 37-jährige Opfer der Frau bei einem der häufigen Trinkgelage an die Brust gefasst haben. Als er dann betrunken auf den Boden fiel, trat die Frau - vermutlich gemeinsam mit ihrem 44-jährigen Ehemann - auf das Opfer ein.

Direkt nach der Urteilsverkündung sprach der Richter einen Haftbefehl aus, für die 32-Jährige ging es direkt in den Knast.

Die 32-Jährige war davon ausgegangen, dass man ihr nicht auf die Schliche kommen kann.
Die 32-Jährige war davon ausgegangen, dass man ihr nicht auf die Schliche kommen kann.

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