74-Jähriger stirbt nach brutaler Attacke: Hat sein Mitbewohner ihn auf dem Gewissen?

Eine Mordkommission wurde nach der Tat ins Leben gerufen. (Symbolbild)
Eine Mordkommission wurde nach der Tat ins Leben gerufen. (Symbolbild)

Bielefeld/Halle (Westfalen) - Er kämpfte wochenlang um sein Leben! Seit dem 20. Januar schwebte ein 74-Jähriger in Lebensgefahr - mittlerweile verstarb er.

Ein 21-Jähriger aus Halle (Westfalen) soll den Mann, der mit ihm in einem Übergangswohnheim an der Gütersloher Straße wohnte, durch eine brutale Attacke so schwer verletzt haben, dass er ins Krankenhaus musste (TAG24 berichtete).

Der Rentner erlitt sowohl am Kopf als auch am Oberkörper und an den Beinen mehrere Verletzungen. Sowohl die Polizei als auch die Staatsanwaltschaft Bielefeld stuften die Attacke als "versuchtes Tötungsdelikt" ein.

Die elfköpfige Mordkommission "Bokel" wurde eingerichtet. Erste Ermittlungen ergaben, dass der 74-Jährige bereits im Dezember 2017 Opfer eines schweren, körperlichen Angriffs geworden war.

Bis kurz vor der erneuten Attacke lag er im Krankenhaus. Der polizeibekannte 21-Jährige, der auch dieses Mal als dringend tatverdächtig gilt, hatte den Senior kurz vor Weihnachten angegriffen.

Der junge Mann stritt eine erneute Tat allerdings ab, nachdem er festgenommen wurde. Eine Richterin folgte daraufhin nicht dem Haftantrag der Staatsanwaltschaft und setzte ihn wieder auf freien Fuß.

Mittlerweile erlag der 74-Jährige seinen lebensgefährlichen Verletzungen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Am Freitag soll die Obduktion durchgeführt werden.

"Die Ermittlungen zu dem versuchten Tötungsdelikt dauern an", so Polizeisprecher Michael Kötter.


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