Versuchter Mord! Polizei ermittelt nach Brand in Bielefeld

Bielefeld – Nach dem Wohnungsbrand im Bielefelder Stadtteil Heepen mit zwei Verletzten (TAG24 berichtete) wurde der in der Bleichstraße vorläufig festgenommene 27-Jährige am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt.

Gegen 21 Uhr wurden die Einsatzkräfte am Montag gerufen.
Gegen 21 Uhr wurden die Einsatzkräfte am Montag gerufen.

Die Behörden gehen weiter von Brandstiftung aus, gegen den 27-Jährigen wurde Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes angeordnet. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde er in ein Justizkrankenhaus gebracht.

Bei dem Brand in dem Mehrfamilienhaus waren der Mann und eine 33-Jährige schwer verletzt worden. Die Frau wurde nach Polizeiangaben in eine Spezialklinik geflogen. Ihr Zustand sei kritisch, hieß es am Dienstagvormittag (TAG24 berichtete).

Auch der 27-Jährige kam mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um die Wohnung des jungen Mannes.

Die Bewohner mussten das Mehrfamilienhaus in der Nacht zeitweise verlassen. Sie konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Behörden beziffern den Schaden auf 250.000 Euro.

UPDATE, 11.16 Uhr: Wie die Neue Westfälische berichtet, soll der 27-Jährige versuchten Mord und Brandstiftung abgestritten haben. In welchem Verhältnis er zu der 33-Jährigen steht, ist immer noch unklar.

UPDATE, 11.28 Uhr: Laut Informationen des Westfalen-Blatts soll sich eine Anwohnerin um das unbekleidete Brandopfer gekümmert haben. Dabei soll sie ihr mit letzter Kraft gesagt haben, ihr 27-jähriger Freund habe sie mit kochend heißem Öl übergossen. Bisher ist das Opfer nicht vernehmungsfähig.

Der Tatverdächtige soll in der Drogenszene am Kesselbrink bekannt sein. Außerdem soll er bereits vorbestraft sein und unter Bewährung stehen.

UPDATE, 14.18 Uhr: Nach einem Wohnungsbrand und mutmaßlichen Mordversuch in Bielefeld schwebt eine 33-Jährige weiter in Lebensgefahr. Die Frau habe am Montagabend schwerste Brandverletzungen erlitten, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Christopher York am Mittwoch.

Seit Dienstag sitzt ein 27 Jahre alter Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihm versuchten Mord und schwere Brandstiftung vor. "Zum genauen Tatgeschehen machen wir derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben", sagte York.

Die 33-Jährige war am Montag mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht worden. Der Verdächtige erlitt bei dem Brand laut Polizei eine Rauchgasvergiftung. Er wird in einem Justizkrankenhaus versorgt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestreitet der Mann die Vorwürfe. In welcher Beziehung er und die Frau zueinander standen, sei noch unklar. Die Ermittlungen zum Tatmotiv dauerten an.


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