Bald gibt es das Urteil: Prozess um Dreifachmord von Hille geht auf die Zielgerade

Bielefeld - Der Prozess um den Dreifachmord von Hille geht am Freitag voraussichtlich auf die Zielgerade.

Auf zwei Höfen im Ort Hille wurden drei Leichen gefunden.
Auf zwei Höfen im Ort Hille wurden drei Leichen gefunden.  © DPA

Wenn die Verteidiger keine weiteren Anträge stellen, soll die Anklage ihr Plädoyer vortragen. Vor dem Landgericht Bielefeld müssen sich der 25-jährige Kevin R. und der frühere Fremdenlegionär Jörg W. (52) wegen des Vorwurfs des Mordes aus Habgier verantworten.

Sie sollen erst einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner getötet haben, um sich zu bereichern.

Die drei Leichen waren vor rund einem Jahr verscharrt auf Höfen in Hille in Ostwestfalen an der Landesgrenze zu Niedersachsen gefunden worden. In dem Prozess haben sich die beiden Deutschen bislang gegenseitig belastet.

Nach der Vernehmung einer minderjährigen Zeugin bleibt die Öffentlichkeit zum Schutz des Kindes auch an den letzten Prozesstagen ausgeschlossen.

UPDATE, 13.12 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat in ihren Plädoyers eine lebenslange Freiheitsstrafe für die beiden Angeklagten gefordert.

Vor allem bei Jörg W. existiere keine Hemmschwelle, erklärte Staatsanwalt Christopher York. Er plädierte daher zusätzlich für eine anschließende Sicherheitsverwahrung.

Jörg W. (m.) soll der Haupttäter sein.
Jörg W. (m.) soll der Haupttäter sein.  © DPA

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