Mysteriöser Brücken-Mord bei "Aktenzeichen XY": Warum musste Sandra sterben?

Höxter/Bielefeld – Am 15. Juni 2013 um 2.16 Uhr stürzte die 17-jährige Sandra G. von der Friedhofsbrücke am Wall in Höxter - wenig später starb sie im Krankenhaus. Doch was geschah wirklich in der Nacht?

Kriminalhauptkommissar Markus Mertens (links) und Moderator Rudi Cerne erhoffen sich neue Hinweise in dem mysteriösen Fall.
Kriminalhauptkommissar Markus Mertens (links) und Moderator Rudi Cerne erhoffen sich neue Hinweise in dem mysteriösen Fall.  © ZDF

Weil der mysteriöse Fall bis heute nicht geklärt werden konnte, war er am Mittwochabend Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst".

Wie der Leiter der Mordkommission und Bielefelder Kriminalhauptkommissar Markus Mertens berichtete, sei die Polizei zunächst von einem tragischen Unfall ausgegangen.

Ein Jahr später kamen jedoch Zweifel auf. So sollen sich zum Zeitpunkt der Tragödie noch andere Personen auf der Brücke aufgehalten haben. Inzwischen sind sich die Ermittler sicher: Es handelt sich nicht um einen Suizid oder einen Unfall, sondern um ein Tötungsdelikt.

Laut Mertens haben Zeugen kurz bevor die junge Frau gefunden wurde einen Mann auf der Brücke gesehen. Durch die Sendung erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise von Autofahrern oder anderen Zeugen, die in der Nacht zwischen 1.30 und 2.16 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Täter kommt wahrscheinlich aus dem Umfeld von Sandra G.

Ein Kreuz und Blumen erinnern an das Unglück vor sechs Jahren.
Ein Kreuz und Blumen erinnern an das Unglück vor sechs Jahren.  © David Schellenberg

Auch Zeugen, die etwas über die Ereignisse der Tatnacht erfahren haben oder Hinweise zu dem Treffen zwischen Sandra G. und den weiteren Personen machen können, sollen sich melden.

"Wahrscheinlich kommt der Täter aus ihrem Umfeld", so Mertens. Dass Sandra G. zufällig Opfer eines Gewaltdeliktes wurde, schließt der Ermittler aber auch nicht aus.

Bereits während der Sendung gingen einige Hinweise ein, von denen nun zwei weiter verfolgt werden.

Für weitere Angaben "die zur Ermittlung, Ergreifung und Verurteilung des Täters führen" ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesprochen worden.

Titelfoto: ZDF

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