Es hagelt Kritik zu Verkehrsversuch: "Umweltspur ist nur für mutige Radfahrer"

Bielefeld – Nach der Umgestaltung des Jahnplatzes im Zuge des Verkehrsversuches (TAG24 berichtete) sticht eine Sache besonders ins Auge: die neue Umweltspur. Diese ist für Radfahrer und Busse gleichermaßen gedacht, doch fragt man sich: Wie soll das gut gehen?

Die neue Umweltspur halten viele User für "unzumutbar".
Die neue Umweltspur halten viele User für "unzumutbar".

"Die Umweltspur ist nur für selbstbewusste Radfahrer praktikabel", äußerte sich der Verkehrsclub VCD gegenüber der Neuen Westfälischen. Erst wenn "erkennbare Vorteile für den Radverkehr" gegeben wären, würden sich auch ältere Radler und Kinder auf die Umweltspur trauen. Zu groß sei die Angst vor den Bussen.

Zudem halte der VCD eine fahrradfreundlichere Ampelschaltung und bessere Abbiege-Regelungen an der Einmündung zum Niederwall für sinnvoll.

Abgesehen von dieser Kritik, lobt der VCD den Verkehrsversuch: "Schon dieser vorsichtige Schritt hat den Platz für urbanes Leben erweitert", da er nun mehr zum Flanieren einlade. Zur Optimierung schlägt der Club eine Fahrrad-freie Fußgängerzone mit Sitzgelegenheiten und Blumenbeeten vor.

Die Bielefelder selbst haben größtenteils nur vernichtende Worte für die Jahnplatz-Umgestaltung übrig, vor allem die neue Umweltspur wird kritisiert. Diese halten Verkehrsteilnehmer für "überlegt" und "schwachsinnig". "Bus und Fahrrad auf einer Spur? Ich sehe jetzt schon Blut an euren Händen", schreibt ein User auf Facebook.

Andere bemängeln den gesundheitlichen Aspekt, da Radler den Abgasen der Busse ausgeliefert sind. Scheint, als müsse die Stadtplanung die neuen Regelungen noch einmal überdenken.


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