Neuntklässler droht damit, Schüler und Lehrer umzubringen

Bielefeld - Kurz vor den Ferien wurde ein Neuntklässler an der Realschule Jöllenbeck in Bielefeld festgenommen. Er soll in einem Gespräch mit einem Lehrer gedroht haben, zwei andere Schüler und zwei Lehrer umzubringen.

In einem Gespräch mit einem Lehrer drohte der Schüler mit Mord. (Symbolbild)
In einem Gespräch mit einem Lehrer drohte der Schüler mit Mord. (Symbolbild)  © 123RF

Die Schulleitung handelte sofort und alarmierte daraufhin die Polizei. Die Beamten zogen den Schüler aus dem Unterricht, um ihn im Kommissariat zu verhören.

"Ein außergewöhnlicher Einsatz", sagt Polizeisprecher Michael Kötter gegenüber der Neuen Westfälischen. Während der Befragung sei dann aber schnell klar geworden, dass der Neuntklässler die Drohung nicht in die Tat umgesetzt hätte.

Trotzdem! Für Schüler, Lehrer und Eltern war der Vorfall ein Schock! Deshalb schrieb die Schulleiterin Natascha Kunert-Möller auch einen Brief an alle Eltern.

"Jegliche Sachverhalte, die auch nur im Verdacht" stünden, Gefahr zu bedeuten, nehme die Schule "sehr ernst", heißt es darin. Durch das schnelle Handeln und die Polizei habe man "die Situation professionell einschätzen und entschärfen" können. Die Beamten seien behutsam vorgegangen.

Außerdem plädierte die Schulleiterin dafür, dass sich Betroffene an die Präventionsangebote und den Opferschutz der Polizei wenden. "Die Schule hat genau richtig gehandelt", lobt Schulpflegschaftsvorsitzender Frank Elbracht.

Selbst nachdem der Schüler festgenommen wurde, blieb die Polizei vor Ort, um sicherzustellen, dass er nicht doch zur Realschule zurückkehren und seine Drohungen wahr machen würde.

Laut Informationen der Neuen Westfälischen soll der Schüler einen Migrationshintergrund haben. Er wurde von der Schule verwiesen.

Titelfoto: 123RF


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