Grausames Familiendrama: Polizist schnitt seiner Mutter die Kehle durch

Bielefeld – Nach der schrecklichen Bluttat am Dienstag, bei der ein Polizist (43) in Bielefeld erst seine Mutter (81) tötete und dann sich selbst, steht jetzt das Obduktionsergebnis des Opfers fest.

Polizisten fanden ihren Kollegen und seine Mutter tot in der Wohnung.
Polizisten fanden ihren Kollegen und seine Mutter tot in der Wohnung.  © 123RF

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, eilten Beamte in die Wohnung in Hillegossen, nachdem Angehörige ihre Familienmitglieder nicht mehr erreichen konnten.

Dort fanden die Polizisten ihren Kollegen und seine Mutter mit tödlichen Schnittverletzungen. Während der 81-Jährigen die Kehle durchgeschnitten wurde, waren es bei dem 43-Jährigen Schnitte an den Armen.

Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. "Die Spurensuche und -sicherung am Tatort sowie die Ermittlungen im Umfeld und die Obduktion ergaben, dass der 43-Jährige zunächst seine Mutter und anschließend sich selbst tödliche Schnittverletzungen zugefügt hatte", so Kriminalhauptkommissar Joachim Poll von der ermittelnden Mordkommission.

Dienstwaffe spielt keine Rolle

Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. (Symbolbild)
Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. (Symbolbild)

Wie Andreas Bode von der Polizei Münster gegenüber der Neuen Westfälischen bestätigte, spielte die Dienstwaffe des 43-Jährigen bei der Tat keine Rolle.

Eine Beteiligung Dritter an der Tat schloss die Mordkommission somit endgültig aus. "Todesursächlich waren die Schnittverletzungen", sagte Christoph Mackel, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Auch Hinweise auf eine "Tötung auf Verlangen" habe es nicht gegeben. Motiv für die Tat sei laut Mackel die psychische Erkrankung des 43-Jährigen gewesen. Angeblich habe er seine Waffe deshalb zuvor abgeben müssen.

Weil der 43-Jährige Polizeibeamter beim Polizeipräsidium Bielefeld war, ermittelt aus Neutralitätsgründen die Polizei Münster in dem Fall.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizide zu berichten. In diesem Fall von erweitertem Suizid, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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