Klimawandel: Das sind die 10 heißesten Städte Deutschlands

Bielefeld – Mit einem Temperaturanstieg von 1,08 Grad gehört Bielefeld zu den zehn am stärksten vom Klimawandel betroffenen Städten in ganz Deutschland. Dazu gehören auch Stralsund, Rostock, Greifswald, Flensburg, Schwerin, Kiel, Dresden, Neumünster und Leipzig.

Unsere Erde wird immer wärmer. (Symbolbild)
Unsere Erde wird immer wärmer. (Symbolbild)

Das gab das European Data Journalism Network bekannt, das 500 europäischen Städte mit dem höchsten Temperaturanstieg auflistete.

In Bielefeld lag die Temperatur zwischen 2000 und 2017 1,1 Grad über dem Mittelwert. Während es im 20. Jahrhundert nur 3,8 heiße Tage pro Jahr gab, erhöhte sich die Zahl seit 2000 auf 8,8.

Diese Werte nimmt die Tierrechtsorganisation PETA zum Anlass, um darauf hinzuweisen, dass tierische Produkte "zu den Hauptursachen für den Klimawandel" gehören.

Laut einer Pressemitteilung von Anfang Oktober habe sich die Organisation bereits mit einem Schreiben an die Klimamanager der Stadt gewendet und vorgeschlagen, in Bielefeld auf eine "vegane Gemeinschaftsverpflegung" umzusteigen.

"Der Kampf gegen den Klimawandel beginnt auf dem Teller"

PETA empfehlt den Klimamanagern, in Kantinen nur noch vegane Kost anzubieten. (Symbolbild)
PETA empfehlt den Klimamanagern, in Kantinen nur noch vegane Kost anzubieten. (Symbolbild)  © 123RF

"Der Kampf gegen den Klimawandel beginnt auf dem Teller. Kulinarische Gewohnheiten dürfen nicht über dem Wohl der Welt stehen", schrieb René Schärling, Geograph und Fachreferent für Umwelt und Ernährung bei PETA.

"Wir hoffen, dass Bielefeld die vegane Gemeinschaftsverpflegung in die Klimaschutzstrategie integrieren wird. Wirkungsvolle Maßnahmen wie diese zu ignorieren, wäre schlicht verantwortungslos", so die Tierschutzorganisation weiter.

Weiter bittet PETA die Klimamanager in Kantinen, wie Schulen oder Universitäten, nur noch vegane Kost anzubieten, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens eines maximalen Temperaturanstieges von 1,5 °C bis 2050 noch zu erreichen.

"Klimakiller Nummer eins"

Bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch werden ganze 18,6 Kilogramm CO2 ausgestoßen. (Symbolbild)
Bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch werden ganze 18,6 Kilogramm CO2 ausgestoßen. (Symbolbild)  © 123RF

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass der Verzehr tierischer Produkte nicht nur dazu beitrage, dass Schweine, Rinder, Hühner und andere Tiere ihr Dasein in der Regel "in überfüllten, kotverdreckten Ställen fristen müssen, bis sie – oft noch im Kindesalter – getötet werden".

Auch im Hinblick auf das Klima sieht die Organisation dringenden Handlungsbedarf: "Die Landwirtschaft verursacht rund 30 Prozent aller globalen Treibhausgase; den Großteil machen tierische Produkte aus."

Rindfleisch (18,6 kg) und Butter (19,7 kg) seien mit ihrem bei der Produktion erzeugten CO2-Gehalt pro Kilogramm die größten Klimasünder. Auch Schweinefleisch mache durch den hohen Konsum in Deutschland den größten Anteil der Treibhausgase aus.

Bei einem Kilogramm Obst oder Gemüse hingegen werde weniger als ein Kilogramm CO2 freigesetzt. "Selbst wenn wir aus der Kohleverstromung aussteigen und im Verkehrswesen auf Elektromobilität umstellen, ist die Produktion tierischer Produkte noch immer Klimakiller Nummer eins", erklärt Schärling.

Der Anteil der Treibhausgase durch tierische Produkte wird nach Einschätzungen der Umweltorganisationen bis 2050 bis zu 80 Prozent der globalen Treibhausgase ausmachen.


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