Mutter tot in Holzkiste gefunden: Ehemann wandert in den Knast

Bielefeld – Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Mutter aus Bünde spricht das Landgericht Bielefeld am Donnerstag um 9.30 Uhr ein Urteil.

Der 49-Jährige schob den Tod seiner Frau auf einen Sexunfall.
Der 49-Jährige schob den Tod seiner Frau auf einen Sexunfall.

Der 49 Jahre alte Bünder hat im Prozess weitestgehend eingestanden, für den Tod seiner Ehefrau verantwortlich zu sein. Die Frau (34) war ein Jahr lang spurlos verschwunden, bis ihre stark verweste Leiche in einer Garage gefunden wurde (TAG24 berichtete).

Die Anklage glaubte dem Ehemann nicht, dass seine Frau versehentlich wie von ihm behauptet beim Sex starb. Sie fordert wegen Totschlags - Motiv Trennungsangst - elf Jahre Gefängnis. Die Nebenkläger wollen 13 Jahre und die Verteidiger plädieren auf eine Haftstrafe von unter zehn Jahren.

Der Ehemann war bei der Polizei in Verdacht geraten. Die Ermittler glaubten ihm nach Hinweisen der Familie nicht, dass die Mutter von zwei Kindern die Familie plötzlich verlassen hatte.

Als dann der 49-Jährige aus der Haft heraus die Garagen-Miete nicht mehr zahlen konnte, öffnete der Besitzer das Objekt und fand eine stark verweste Leiche. Rechtsmediziner entdeckten Spuren eines Gewaltverbrechens.

In seinem Schlusswort entschuldigte sich der Mann bei den minderjährigen Kindern und Angehörigen.

UPDATE, 10.29 Uhr: Der 48-jährige Markus W. muss wegen Totschlags zehn Jahre lang in den Knast Das hat das Bielefelder Landgericht entschieden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Bünder im November 2017 seine Frau erwürgt hat. seine Frau Natalie W. (34) im November 2017 erwürgt hat.

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Zudem kündigte die Verteidigung an, in Revision gehen zu wollen.

Das Bielefelder Landgericht entscheidet nun über die Haftstrafe des Mannes.
Das Bielefelder Landgericht entscheidet nun über die Haftstrafe des Mannes.  © DPA

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