Mutter tot in Holzkiste gefunden: Starb sie beim bizarren Sexspiel?

Bielefeld/Bünde – Im Mordfall einer zweifachen Mutter aus Bünde hat nun der Ehemann (48) vor dem Bielefelder Landgericht gestanden, die 34-Jährige getötet zu haben.

In dieser Garage in Bielefeld fand man die Leiche der 34-Jährigen.
In dieser Garage in Bielefeld fand man die Leiche der 34-Jährigen.  © Christian Mathiesen

Sie sei bei einem Sex-Unfall zu Tode gekommen, wie der Anwalt von Markus W., Holger Rosteck, vor Gericht verlauten ließ.

Wie schon einige Male zuvor habe der Bünder seine Frau beim Sex auf eigenen Wunsch hin stranguliert. Die Anzeichen, dass es Natalie W. schlecht ging, habe er nicht bemerkt, bis sie schließlich tot vor ihm lag.

Der 48-Jährige habe die zweifache Mutter nicht umbringen wollen. Aus Panik versteckte er die Leiche in einer Holzkiste, die er in einer gemieteten Garage in Bielefeld lagerte.

Um vorzutäuschen, dass seine Frau ihn verlassen hatte, schrieb er ihrer Freundin noch eine Nachricht von ihrem Telefon: "Ich habe die Schnauze voll, ich gehe."

Auch die Polizei ging lange davon aus, dass Nathalie W. die Familie freiwillig verlassen hatte. Erst auf Druck der Mutter hin nahm die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen auf.

Nach und nach rückte der Ehemann in den Fokus der Ermittler und wurde schließlich nach einer Hausdurchsuchung am 5. November festgenommen. Da war seine Frau bereits seit einem Jahr tot.

Weil Markus W. die Miete für die Garage nicht mehr zahlte, fand der Vermieter wenig später die Leiche der 34-Jährigen. Für die Verhandlung vor dem Bielefelder Landgericht sind noch vier weitere Termine angesetzte.

Der Angeklagte Markus W. muss sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten.
Der Angeklagte Markus W. muss sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten.

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