Prozess: Mann übergießt 33-Jährige mit Benzin und zündet sie an

Bielefeld – Wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung muss sich ein 28-Jähriger ab Montag vor dem Bielefelder Landgericht verantworten.

Zunächst gingen die Einsatzkräfte von einem normalen Wohnungsbrand aus.
Zunächst gingen die Einsatzkräfte von einem normalen Wohnungsbrand aus.

Der Mann soll sein Opfer am Abend des 16. Juli 2018 in seiner Wohnung an der Bleichstraße aus Eifersucht mit Benzin übergossen und angezündet haben (TAG24 berichtete).

Laut Staatsanwaltschaft sei noch ein anderer Mann anwesend gewesen, als Silvester K. den Anschlag auf die 33-Jährige verübte. Dieser habe zunächst versucht, die brennende Frau mit einem Duschkopf zu löschen.

Als das nicht gelang, kam der mutmaßliche Täter der schwer Verletzten mit einer Decke zur Hilfe, mit der er die Flammen erstickte.

Danach habe er zusammen mit dem anderen Mann die Wohnung verlassen, sei aber wenig später zurückgekehrt, um die Frau aus der brennenden Wohnung zu holen.

Durch den Brandanschlag erlitt die 33-Jährige schwere Verletzungen, rund 90 Prozent ihrer Hautoberfläche wurden verbrannt. Mehrere Tage kämpfte sie in einer Spezialklinik um ihr Leben.

Die Frau überlebte, ist aber für den Rest ihres Lebens entstellt. Der polizeibekannte Silvester K. sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Als Tatmotiv gehen die Ermittler von Eifersucht aus.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war an der Bleichstraße vor Ort.
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war an der Bleichstraße vor Ort.

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