Zum Sterben auf den Gehweg gelegt: 45-Jähriger vor Gericht

Bielefeld – Im Mai 2017 fanden Anwohner einen lebensgefährlich verletzten Mann auf einem Bürgersteig in Ubbedissen, der wenig später seinen inneren Blutungen erlag. Nun muss auch der mutmaßliche zweite Täter vor Gericht.

Unweit dieses Hauseingangs fand man den schwer verletzten Mann.
Unweit dieses Hauseingangs fand man den schwer verletzten Mann.

Bereits am 5. Juli dieses Jahres wurde eine 32-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu fünfeinhalb Jahren Knast verurteilt (TAG24 berichtete).

Wie die Neue Westfälische berichtete, steht nun auch ihr Ehemann (45) wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der Gewalttat vor Gericht.

Das aus der Alkohol- und Drogenszene stammende Ehepaar verbrachte den Nachmittag des 10. Mai in seiner Wohnung an der Gustav-Winkler-Straße.

Zusammen mit einem ebenfalls abhängigen Bekannten (37) tranken sie dort eine Menge Alkohol. Nachdem der 37-jährige die Frau im Vollrausch am Busen begrapschte, kam es zunächst zu einem verbalen Streit.

Als dieser eskalierte, schlugen und traten die Eheleute gemeinsam auf den Kopf und Körper des am Boden liegenden Opfers ein.

Fortsetzung der Verhandlung erst in 2019

Die 32-Jährige dachte, man würde ihr nicht auf die Schliche kommen.
Die 32-Jährige dachte, man würde ihr nicht auf die Schliche kommen.

Dabei erlitt der 37-Jährige unter anderem Rippenbrüche, eine Fraktur des Lendenwirbelfortsatzes sowie einen Leberriss.

Im Anschluss zog die Ehefrau den schwerverletzten Mann nach draußen und ließ ihn rund 20 Meter von dem Haus entfernt liegen.

Anwohner beobachteten dies und riefen den Rettungsdienst. Doch für den Bekanntes des Paares kam jede Hilfe zu spät. Er starb an seinen inneren Blutungen.

Auch der Ehemann wurde kurz nach der Tat vernommen, zunächst aber wieder freigelassen. Bei der Verurteilung seiner Frau im Juli wurde er schließlich festgenommen (TAG24 berichtete).

In der nun eröffneten Verhandlung gegen ihn teilte dessen Verteidiger mit, dass sich sein Mandant zunächst nicht zu dem Vorwurf äußern werde. Sie soll am 10. Januar fortgesetzt werden.

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