"Gespenstische Stimmung": Ist das LOOM Kunden-Magnet oder doch ein Riesen-Flop?

Michael Latz zieht ein positives Fazit nach fast 100 Tagen.
Michael Latz zieht ein positives Fazit nach fast 100 Tagen.

Bielefeld - Fast 100 Tage ist das Bielefelder LOOM mittlerweile schon alt. Nachdem das Weihnachts-Geschäft ein erstes gutes Omen war, ziehen Management und Einzelhändler ein Fazit.

Konnte das neue Shopping-Center die Kunden überzeugen? "Mir wird nur Positives gespiegelt, sowohl von unseren Mietern als auch von Nachbarn", sagt Center-Manager Michael Latz gegenüber der Neuen Westfälischen.

Die Zahlen sprechen für sich: Mit 48.000 Besuchern pro Tag innerhalb der Woche und bis zu 70.000 an Samstagen liegen die Werte über den Erwartungen. Allerdings sei der Januar bereits etwas schwächer gewesen als der Vormonat, gesteht Latz.

Das könnte aber auch am Wetter, das Sturm und Schnee mit sich brachte, liegen. Insgesamt ziehen die Shop-Inhaber ein positives Fazit.

"Natürlich ist es im Januar anders als vor Weihnachten, aber mit etwa 1000 Menschen pro Tag unter der Woche sind wir sehr zufrieden", meint beispielsweise Christin Märker, Leiterin der Thalia-Filiale im LOOM.

Die Besucher strömen immer noch ins LOOM.
Die Besucher strömen immer noch ins LOOM.

Trotzdem wird das Shopping-Center unter den Kunden durchaus kritisch diskutiert. Nicht jeder ist mit dem Angebot zufrieden. Einige berichten sogar von einer "gespenstischen Stimmung". Auch die wiederkehrenden Aufzug-Probleme stören viele (TAG24 berichtete).

Die Zahlen sprechen allerdings andere Bände. Und auch die Innenstadt profitiert vom LOOM. Denn 83 Prozent der Kunden, die in die Mall gehen, besuchen auch andere Läden in der City, wie eine Umfrage ergab.

Somit ist das Einkaufszentrum schon jetzt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Stadt geworden. "Wir sind angekommen und es ist noch besser als erwartet", resümiert der Center-Manager.


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