Verschwundene Beweisstücke im Missbrauchsfall: Jetzt werden die Wachen gefilzt!

Bielefeld – Der Missbrauchs- und Polizeiskandal von Lügde ist am Dienstagnachmittag Thema einer Sondersitzung im nordrhein-westfälischen Landtag.

Zwei Polizeibeamte stehen auf dem Campingplatz Eichwald vor der Parzelle des mutmaßlichen Täters.
Zwei Polizeibeamte stehen auf dem Campingplatz Eichwald vor der Parzelle des mutmaßlichen Täters.  © DPA

Am Nachmittag will Innenminister Herbert Reul (CDU) das Gremium über den neuesten Stand der Ermittlungen informieren.

Ebenfalls am Dienstag soll laut einem Bericht des "Westfalen-Blatts" die Suche nach einem verschwundenen Koffer mit Beweismitteln weitergehen.

Es sei eine groß angelegte Suche in mehreren Polizeiwachen im Kreis Lippe geplant, berichtete die Zeitung. Die gesuchten Datenträger in einer Mappe und in einem Aluminiumkoffer hatten in einen extra eingerichteten Asservatenraum umgelagert werden sollen - dabei fiel auf, dass Material fehlte.

Die Staatsanwaltschaft Detmold geht davon aus, dass die Asservate aufgrund nachlässigen Umgangs nicht auffindbar sind. Ein Diebstahl sei aber nicht auszuschließen.

Auf dem Campingplatz in Lügde an der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen sollen über Jahre mindestens 31 Kinder im Alter zwischen 4 und 13 Jahren missbraucht und dabei gefilmt worden sein. Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

 Die Hütte des Hauptverdächtigen ist nun abgerissen worden.
Die Hütte des Hauptverdächtigen ist nun abgerissen worden.

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