Nach gerade mal drei Tagen: Neuer Blitzer mit Lack beschmiert

Bielefeld - Der mobile Blitzer "Semi Station" steht seit nicht einmal einer Woche testweise an der Eckendorfer Straße in Bielefeld. Doch das scheint manche Autofahrer bereits nach kurzer Zeit tierisch genervt zu haben.

Lange dauerte es nicht, bis der Blitzer zum ersten Mal attackiert wurde.
Lange dauerte es nicht, bis der Blitzer zum ersten Mal attackiert wurde.

Anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass Unbekannte die große, kastenförmige Radarfalle nach nur drei Tagen mit grauer Lackfarbe besprühten.

Allerdings beschmierten sie den Blitzer, der immerhin rund 250.000 Euro kostet, nicht irgendwo, sondern genau dort, wo er eigentlich Raser abfotografieren soll: genau auf der Kamera-Linse!

Auf Facebook machte die Nachricht bereits am Wochenende die Runde - und sorgte dort für viel Erheiterung. Das Hightech-Gerät ist im besprühten Zustand selbstverständlich unbrauchbar.

Obwohl es sehr widerstandsfähig ist, Schüsse und Feuer ihm beispielsweise nichts anhaben können, sieht das bei Lackfarbe anders aus.

Selbst der Anhänger, auf dem der Laserblitzer steht, kann nicht einfach illegal abgeschleppt werden: Wird das Gerät abgestellt, senkt sich das Gehäuse so über die Räder, dass es nicht mehr wegfahren kann.

Wird "Semi Station" attackiert, soll er sogar Alarm schlagen können. Unklar ist, ob das auch bei der Farbattacke geschehen ist.

"Attacken gegen unsere Blitzer waren bisher kein Thema. Unsere stationären Geräte sind sehr robust und in den mobilen Radarfahrzeugen sitzt jemand drin", hatte der Geschäftsbereichsleiter Verkehrsordnungswidrigkeiten beim Ordnungsamt Bielefeld, Norman Rosenland, noch bei der Einführung gesagt, wie ihn die Neue Westfälische zitiert.

Dumm gelaufen! Auf diese Schmierereien war man offenbar nicht vorbereitet. Wer jetzt allerdings denkt, er könne an der Stelle rasen, sollte vorsichtig sein! Denn am Montag wurde der neue Blitzer gereinigt und ist wieder für den Einsatz bereit.


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