Er konnte Kaffee nie ausstehen, jetzt verkauft er welchen

Bielefeld - "Alleine mit dem Geruch von Kaffee konnte man mich jagen", erzählt Mustafa Neslihan Yilmaz (28) im Gespräch mit TAG24 von seinen früheren Erfahrungen mit dem koffeinhaltigen Heißgetränk.

Die Ape bringt das italienische Flair perfekt rüber.
Die Ape bringt das italienische Flair perfekt rüber.  © Baders Coffee

Vor zwei Jahren änderte er seine Meinung dann plötzlich: "Damals habe ich im Urlaub das Kaffeetrinken für mich entdeckt. Seitdem hat mich das Kaffeefieber voll gepackt", sagt er lachend.

Weil er sich schon immer für Gastronomie interessierte, schaute er sich um, was der Markt in Sachen Kaffee zu bieten hat. "Seit meinem 20. Lebensjahr bin ich Unternehmer. Damals war ich Deutschlands jüngster Tankstellen-Pächter. Als ich mich nach etwas Neuem umsah, stieß ich im November 2017 auf die mobilen Kaffeebars von Florian Bader."

Er ist der Gründer von Bader's Coffee. "Sein Franchise-System fand ich sofort toll. Nachdem ich Kontakt zu ihm aufgenommen habe, merkte ich, dass er genau so ein positiver Spinner ist wie ich."

Schnell wurden sich beide einig: Mustafa belegte einen Barista-Kurs und wurde der zweite Franchise-Partner. Offiziell zieht er seit dem 1. Juni durch seine Heimat Bielefeld, ist aber auch im Kreis Lippe oder auf anderen Events in der Umgebung anzutreffen. "30 bis 35 Kilometer fahre ich direkt mit meiner Ape, weitere Strecken lege ich mit Auto und Anhänger zurück."

Mittwochs steht er mit dem dreirädrigen Kleintransporter, den man vor allem aus Italien kennt, auf dem Wochenmarkt auf dem Siegfriedplatz. Samstags geht's nach Schildesche. "Sowohl Firmen als auch Privatpersonen können uns außerdem buchen." Vor allem auf Hochzeiten sei die mobile Kaffeebar sehr beliebt.

Mustafa Neslihan Yilmaz entdeckte er vor zwei Jahren seine Leidenschaft für Kaffee.
Mustafa Neslihan Yilmaz entdeckte er vor zwei Jahren seine Leidenschaft für Kaffee.  © Baders Coffee

Im Angebot hat er neben sämtlichen Kaffeespezialitäten auch Kakao, selbstgemachten und frisch aufgebrühten Eistee sowie Kuchen. Daneben kann man bei ihm ein Frühstücksbuffet für 15 Personen buchen.

"Aktuell ist alles noch eine One-Man-Show. Wenn ich mal Hilfe brauche, unterstützen mich aber meine Ehefrau und mein Bruder." Service stehe bei ihm an erster Stelle. Der Kunde kann bei der Zubereitung alles sehen. "Darauf legen wir viel wert!"

"Wir versuchen immer, alle Extrawünsche unserer Kunden zu verwirklichen." Ein Cappuccino mit Mango-Flavor? Kein Problem! Der außergewöhnlichste Kaffee sei aber ein Latte Macchiato mit dreifachem Espresso, Karamell und Haselnuss gewesen.

"Außerdem liegt uns nachhaltige und umweltfreundliche Arbeit am Herzen. Deshalb bieten wir auch keine Plastikbecher, sondern nur welche aus Porzellan oder Glas an."

Die Nachhaltigkeit macht sich auch am Gefährt bemerkbar: "Wir haben eine Photovoltaik-Anlage, mit der wir 16 Stunden autark arbeiten können. Außerdem haben wir eine Spülmaschine an Bord, damit die Tassen immer auf Vorrat sind." Das unterscheidet die mobile Kaffeebar auch von anderen Anbietern. "Unsere Ape bauen wir selbst um. Es steckt viel Handarbeit darin."

Den Cappuccino betitelt Mustafa als besten der Stadt.
Den Cappuccino betitelt Mustafa als besten der Stadt.  © Baders Coffee

Seine Röstung bezieht der 28-Jährige von Espressone aus Nürnberg, die sich selbst als "Frankens beste Bohne" bezeichnen. 2018 wurde die Rösterei vom Magazin Feinschmecker sogar als beste in Deutschland gekürt. "Die Mischung wird extra für uns rein handwerklich geröstet. Sie besteht aus zwei Sorten Bohnen: Robusta und Arabica."

Wenn die Röstung in Bielefeld ankommt, darf sie erst noch drei Wochen ruhen, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Wer nicht genug von Mustafas Kaffee bekommen kann, kann die Mischung sogar bei ihm am Wagen kaufen. Seinen Cappuccino sollte man trotzdem direkt vor Ort testen!

"Der ist der beste der Stadt - das haben uns schon viele Leute bestätigt, darunter auch ein Gastronom, der mich auf die Probe stellen wollte", sagt Mustafa mit einem Lachen. Sein Publikum sei ganz gemischt: "Zu uns kommen Kinder, Männer und Frauen im Alter von neun bis 99 Jahren."

Bei seinen Kunden kommt nicht nur der Kaffee, sondern auch die aufgeschlossene Art des sympathischen Baristas an. "Um ihnen den Besuch bei uns möglichst komfortabel zu gestalten, haben wir immer Klappstühle und Sitzkissen dabei. So können sich die Leute eine kleine Auszeit vom Alltag bei uns nehmen."

Seine neuentdeckte Leidenschaft für Kaffee hat Mustafa mit Erfolg zum Beruf gemacht - und das merkt man ihm förmlich an.

Sogar Ansgar Brinkmann konnte der 28-Jährige schon von seinem Kaffee überzeugen:

Titelfoto: Bader's Coffee


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