Nazi-Demo in Bielefeld fordert Großeinsatz der Polizei

Bielefeld – Hunderte Rechtsextremisten treffen am Samstag in der Bielefelder Innenstadt auf tausende Gegendemonstranten. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor.

Zwei Wasserwerfer hatte die Polizei angekündigt, inzwischen wurden aber schon sechs gesichtet.
Zwei Wasserwerfer hatte die Polizei angekündigt, inzwischen wurden aber schon sechs gesichtet.

Rund 500 Rechtsextremisten werden bei der Demonstration am Samstag erwartet. Unter dem Motto "Mit 90 Jahren in Gesinnungshaft: Freiheit für Ursula Haverbeck!" ziehen sie vom Hauptbahnhof quer durch die Stadt bis zum Gerichtszentrum, um sich so für die inhaftierte Holocaust-Leugnerin einsetzen.

Dazu finden zahlreiche Gegenveranstaltungen der Demokraten statt, die sich gegen die Versammlung der Partei "Die Rechte NRW" richten. Hier rechnet die Polizei mit mehreren Tausend Teilnehmern.

Weit mehr als 1.000 Polizeibeamte sind derzeit im Einsatz und riegeln das Stadtzentrum ab. Viele Straßen werden gesperrt, auch Busse und Bahnen fahren nur eingeschränkt. Sogar einige Geschäfte bleiben geschlossen.

"Die bevorstehenden demonstrativen Aktionen sind eine Herausforderung für alle Bürger und für die Polizei", teilten die Beamten vor dem Großeinsatz mit. Erstmals werden bei einer Demonstration in Bielefeld auch Wasserwerfer eingesetzt.

Tausende Demonstranten haben sich am Bielefelder Bahnhof eingefunden.
Tausende Demonstranten haben sich am Bielefelder Bahnhof eingefunden.
Die Nazis spielen Musik am Landgericht.
Die Nazis spielen Musik am Landgericht.

Update, 16.50 Uhr: Die Polizei beginnt jetzt, die Nazis über den Niederwall zurück zum Bahnhof zu bringen.

Update, 15.50 Uhr: Die Kundgebung der Nazis beginnt vor dem Landgericht.

2.800 Demonstranten am Bahnhof, 1.500 am Rathaus, 1.200 am Kesselbrink, 1.200 am Jahnplatz, etwa 6.700 Gesamtzahl, 400 Neonazis - das ist die derzeitige Schätzung der Polizei.

Update, 15 Uhr: Oberbürgermeister Pit Clausen: "Wir wollen keine Nazis in Bielefeld. In unserer Stadtgesellschaft leben Menschen aus mehr als 100 Nationen der Welt friedlich miteinander."

Update, 14.50: Am Rathaus spricht jetzt Oberbürgermeister Pit Clausen. Es ist die Rede von mehr als 10.000 Gegendemonstranten.

Update, 14.40 Uhr: Die Neonazis befinden sich auf der Herforder Straße. Auch dort hat sich die Polizei postiert.

Die Polizei geht auf der Herforder Straße in Position.
Die Polizei geht auf der Herforder Straße in Position.

Update, 14 Uhr: Hunderte Demonstranten strömen nun in Richtung Jahnplatz.

Update, 13.55 Uhr: Ein Feuerwerkskörper ist auf dem Bahnhofsvorplatz explodiert, den ein Gegendemonstrant in Richtung der Neonazis warf. Das war bereits das zweite Mal.

Update, 13.50 Uhr: Es ist so voll am Bielefelder Hauptbahnhof, dass die Gegendemonstranten an Bushaltestellen hochklettern. Die Polizei bittet, die Haltestellen zu räumen.

Update, 13.40 Uhr: Etwa 400 Neonazis haben sich bislang vor dem Bahnhof eingefunden. Dagegen wurden rund 3.000 Gegendemonstranten gezählt.

Update, 13.20 Uhr: Teilbereiche der Innenstadt können auch von Fußgängern zur Zeit nicht durchquert werden, damit Versammlungen störungsfrei durchgeführt werden können. Fußgänger können sich sonst im Innenstadtbereich frei bewegen und auf anderen Wegen die Versammlungen erreichen, wie die Polizei mitteilte.

Auch am Rathaus treffen sich die Gegendemonstranten.
Auch am Rathaus treffen sich die Gegendemonstranten.

Update, 13.10 Uhr: Jetzt sind auch Dortmunder Rechte da. Unter anderem ist der militante deutsche Neonazi Thorsten Heise gesehen worden.

Update, 13 Uhr: Die Rechten sind am Hauptbahnhof angekommen.

Update, 12.30 Uhr: Laut Polizei-Pressesprecher Achim Ridder hat die Polizei eine Sperrung errichtet, welche die Rechten und die Gegendemonstranten voneinander trennen soll, um eine Eskalation zu vermeiden.

Update, 12 Uhr: Die Polizei erklärt, dass ab 12 Uhr weite Bereiche ausgehend von der Beckhausstraße über die Herforder, den Jahnplatz bis zur Kreuzstraße gesperrt werden.

Am Hauptbahnhof haben sich schon etwa 200 Gegendemonstranten eingefunden. Die Lage ist bislang ruhig. Auch ein Hubschrauber kreist am Himmel.

Der Stadtbahnverkehr in Richtung Innenstadt ist laut MoBiel jetzt eingestellt. Zwölf MoBiel-Buslinien, die laut Fahrplan über den Jahnplatz fahren, erreichen dann nur noch den Rand des Sperrgebietes. Gegen 13 Uhr werden die Rechten am Hauptbahnhof erwartet.

Die Ostwestfalen demonstrieren mit selbst gebastelten Plakaten.
Die Ostwestfalen demonstrieren mit selbst gebastelten Plakaten.

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