Neonazi-Demo als Gegenstand studentischer Forschung

Bielefeld – Das Institut für Gewalt- und Konfliktforschung der Universität Bielefeld will die Erlebnisse rund um die Neonazi-Demo am 10. November aufarbeiten.

Tausende Menschen demonstrierten an besagtem Samstag im Bielefelder Stadtgebiet.
Tausende Menschen demonstrierten an besagtem Samstag im Bielefelder Stadtgebiet.

Die Ereignisse am 10. November, dem Tag der Neonazi-Demo, in der Bielefelder Innenstadt sorgen auch weiter für Furore. Die Universität Bielefeld untersucht die vielfach kritisierte Polizeitaktik (TAG24 berichtete).

Das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) will Umfragen durchführen und so die Wahrnehmung möglichst vieler Bürger berücksichtigen, berichtete die Neue Westfälische.

Michael Papendick, Sprecher des Bielefelder Forschungsteams, sagte, dass das IKG "Wahrnehmungen und Erfahrungen" der Bielefelder zur Neonazi-Demo und der zahlreichen Gegendemonstrationen untersuchen wird.

„Für die Teilnahme an der Umfrage ist es nicht notwendig, selbst aktiv an einer der Demos teilgenommen zu haben", teilte Papendick mit.

Die Umfrage setze sich das Ziel, wie die Bielefelder die Rechten, die Gegendemonstranten und die Polizisten wahrgenommen haben. Die Umfrage soll Antworten dafür liefern, wie in Zukunft auf solche Demonstrationen reagiert werden soll.

Der Fragebogen für die Umfrage soll anonym ausgefüllt werden und dauere zwischen fünf bis zehn Minuten. Die Fragen werden in den kommenden Tagen im Raum Bielefeld verteilt, der Bogen wird auch online zu finden sein.

Das Forschungsteam besteht aus vier Teilnehmern: Michael Papendick, Yann Rees, Jonas Rees und Franziska Wäsche.


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